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Klassische Fahrzeuge im 2. Bezirk, 1020 Wien

Kutschen, Sulkys und Fahrräder aus der Leopoldstadt

Trabrennbahn Krieau, Galopprennbahn Freudenau und die Prater-Hauptallee: Im 2. Bezirk liegen Pferdegeschirr, Sulkys und Fahrräder neben Mopeds aus Zinshauskellern.

Die Leopoldstadt ist der Bezirk der Pferde und des Praters. Familien mit Bezug zu Trabrennbahn Krieau und Galopprennbahn Freudenau bewahren Sulkys, Sättel, Geschirr und Stallausrüstung, manche auch eine alte Kutsche in einer Remise. In den Gründerzeit-Zinshäusern an Taborstraße und Praterstraße stehen in Fahrradkellern Steyr-Waffenräder und Puch-Damenräder, in Kellerabteilen Puch-Mopeds, deren Besitzer sie nie verkaufen wollten. Neubauquartiere im Nordbahnviertel haben Tiefgaragen, in denen gelegentlich ein Klassiker der 1970er-Jahre parkt.

Die Weltausstellung 1873 machte den Prater zum Schaufenster der Gründerzeit, und die Hauptallee zum Lusthaus war über Jahrzehnte Korsostrecke für Kutschen, Fiaker und später die ersten Automobile. Mit dem Nordbahnhof der Kaiser Ferdinands-Nordbahn wuchs der Bezirk zum Verkehrsknoten. Sammler- und Fachmessen in der Messe Wien bieten heute Vergleichsmaterial für Automobilia und Fahrzeugteile. Am Praterstern laufen seit dem 19. Jahrhundert die Verkehrswege des Bezirks zusammen.

Pferdegeschirr und Sättel bitte trocken lagern und nicht einfetten, bevor wir sie gesehen haben; altes Leder reißt bei falscher Pflege. Fahrräder aus dem Keller fotografieren Sie mit Rahmennummer und Steuerkopfschild. Für Mopeds und Motorräder brauchen wir Typenschein oder Zulassungsschein, soweit vorhanden. In der Krieau und an der Freudenau sehen wir Remisen und Stallgebäude mit an; die Besichtigung ist kostenlos.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Sulkys, Geschirr und Sättel – Pferdesport in Krieau und Freudenau
  • Kutschen und Fiakerzubehör – Remisen im Umfeld der Prater-Hauptallee
  • Steyr-Waffenräder und Puch-Mopeds – Fahrradkeller und Kellerabteile der Zinshäuser

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

1

Manufakturen & Marken

14

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Klassische Fahrzeuge

Sind Emailschilder oft Nachbauten?

Ja, Nachbauten sind sehr verbreitet. Echte Schilder sind schwer, mehrschichtig emailliert und zeigen Ausbrüche an den Befestigungslöchern und oft einen Herstellerstempel. Fotos von Vorder- und Rückseite und vom Rand helfen bei der Prüfung.

Das Fahrzeug stammt aus einer Verlassenschaft – was brauchen Sie?

Den Nachweis, dass Sie über das Fahrzeug verfügen dürfen, etwa den Einantwortungsbeschluss oder eine Bestätigung des Gerichtskommissärs, dazu die vorhandenen Fahrzeugpapiere. Steht das Verfahren noch aus, klären wir das Vorgehen gemeinsam.

Kaufen Sie Fahrzeuge ohne Papiere?

Nur wenn Eigentum und Herkunft nachvollziehbar sind, etwa durch Verlassenschaftsunterlagen, alte Kaufverträge oder Fotos aus Familienbesitz, und die Rahmennummer unverändert ist. Bei Mopeds, Fahrrädern und Teilen ist das häufiger möglich als bei Automobilen. Wir besprechen das im Einzelfall.

Mein Moped steht seit Jahrzehnten im Keller – lohnt sich das?

Oft ja. Puch-, KTM- und Lohner-Fahrzeuge und Vespas sind gesucht, auch nicht fahrbereit. Bitte starten Sie den Motor nicht, bevor er geprüft wurde, und entfernen Sie keine Teile.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.