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Antiquitäten Wien

Alte Meister im 2. Bezirk, 1020 Wien

Alte Meister aus Leopoldstädter Altbauwohnungen

Barocke Bildnisse, Andachtsbilder und alte Kopien aus Haushalten an Praterstraße, Taborstraße und im Karmeliterviertel, die seit Jahrzehnten an derselben Adresse wohnen.

In den Straßentrakten von Praterstraße, Taborstraße und Unterer Augartenstraße entstanden um 1900 großbürgerliche Wohnungen, in denen Bilder zur Ausstattung gehörten. Neben Gründerzeitkredenzen hängen dort barocke Familienbildnisse, Heiligenbilder und Kopien nach berühmten Galeriebildern; anderes lag Jahrzehnte im Kellerabteil oder auf dem Dachboden, zwischen Koffern, Fotoalben und Korrespondenz. Die erhaltenen Biedermeierhäuser der Praterstraße bergen eher kleine Kabinettbilder als Altarblätter, und in den Neubauten am Nordbahnhof und im Viertel Zwei sind Alte Meister die Ausnahme.

Ältere Schichten des Bezirks sind sakral: Die Karmeliterkirche in der Karmelitergasse wurde im frühen 17. Jahrhundert begonnen, die Leopoldskirche entstand nach 1670 an der Stelle der Synagoge, die Kirche der Barmherzigen Brüder in der Taborstraße stammt aus der Zeit vor 1800. Von 1671 bis 1730 lag der städtische Tandelmarkt auf dem Unteren Werd; die Tandelmarktgasse erinnert daran. Vor 1938 führten jüdische Händler um Taborstraße und Karmelitermarkt zahlreiche Trödel- und Möbelgeschäfte – Herkunftsfragen haben bei Altmeisterbildern hier deshalb Vorrang.

Für die Ersteinschätzung genügen Fotos per WhatsApp, bitte auch von der Rückseite: Doublierungen, erneuerte Keilrahmen oder Stempel von Rahmenmachern helfen bei der Datierung. Die Besichtigung in der Wohnung kostet nichts. In Zinshäusern ohne Lift tragen wir große Leinwände selbst über die Stiege und polstern Tafelbilder für den Transport. Lagern Bilder noch im Kellerabteil, sehen wir sie dort an – jedes Umräumen ohne Schutz riskiert Abplatzungen an der Malschicht.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Barocke Familienbildnisse – großbürgerliche Haushalte an Praterstraße und Taborstraße
  • Alte Kopien nach Galeriebildern des 17. Jahrhunderts – verbreitete Wandausstattung der Gründerzeitwohnungen
  • Andachts- und Heiligenbilder – Hausrat aus mehreren Generationen; die Herkunft wird vor dem Ankauf geklärt

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?

Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.