Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Tribal Art & außereuropäische Kunst im 2. Bezirk, 1020 Wien

Außereuropäische Kunst und Tribal Art aus der Leopoldstadt

Weltausstellung 1873, Völkerschauen im Prater und Sammlermessen in der Messe Wien: Die Leopoldstadt hat eine eigene, auch schwierige Geschichte mit Dingen aus fernen Ländern.

In den Gründerzeitwohnungen von Praterstraße, Taborstraße und Volkertviertel liegen in Dachböden und Kellerabteilen Koffer mit Hausrat aus mehreren Generationen; dazwischen tauchen Masken, Holzfiguren und Flechtarbeiten auf, die Verwandte von Reisen mitbrachten. Rund um den früheren Nordbahnhof und im Viertel Zwei, wo viele Haushalte erst nach 2010 zuzogen, finden sich eher Textilien, Schmuck und Skulpturen, die auf Reisen nach Afrika oder Südamerika gekauft wurden. Die Spanne reicht vom Reiseandenken bis zum alten Gebrauchsstück.

Zur Weltausstellung 1873 errichteten Staaten aus Asien und Nordafrika im Prater eigene Pavillons, die Rotunde von John Scott Russell und Carl von Hasenauer bildete das Zentrum. 1896 wurden im Tiergarten am Schüttel Menschen aus Westafrika in einer sogenannten Völkerschau zur Schau gestellt; Peter Altenberg schrieb darüber 1897 sein Buch „Ashantee“. Andenken, Fotografien und Objekte aus solchen Schauen sind Zeugnisse kolonialer Blickweisen und verlangen eine sorgfältige Einordnung. Die Messe Wien ist heute Austragungsort von Sammler- und Fachmessen.

Reiseandenken des 20. Jahrhunderts erkennt man oft an frischen Schnittkanten, einer mit Schuhcreme aufgetragenen Patina und fehlenden Gebrauchsspuren; ältere Stücke zeigen Abrieb an Griffstellen, Pigmentreste und alte Reparaturen. Bei der kostenlosen Besichtigung sehen wir auch Koffer vom Dachboden durch. Stücke mit Bezug zu Völkerschauen oder kolonialen Sammlungen prüfen wir besonders sorgfältig, bevor wir ein Angebot machen.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Masken, Holzfiguren und Flechtarbeiten – Dachboden- und Kellerbestände aus Altbauhaushalten mit langer Wohndauer
  • Fotografien und Andenken zur Weltausstellung 1873 und zu Prater-Schauen – Zeitgeschichte des Bezirks, sorgfältig einzuordnen
  • Textilien und Schmuck aus Afrika und Südamerika – Reisebestände jüngerer Haushalte im Nordbahnviertel

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.