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Grafik, Zeichnungen & Aquarelle im 2. Bezirk, 1020 Wien

Grafik aus der Leopoldstadt: Prater-Ansichten und Japonismus

Prater, Weltausstellung 1873 und die Theaterstraßen Praterstraße und Taborstraße liefern die Motive, die in Leopoldstädter Grafikbeständen wiederkehren.

Hinter den großbürgerlichen Straßentrakten an Praterstraße, Taborstraße und Unterer Augartenstraße liegen Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnungen, deren Mieter oft seit Jahrzehnten bleiben. Grafik steckt hier häufig in Koffern, die auf Dachböden und in Kellerabteilen stehen: gerahmte Prater-Ansichten mit Lusthaus und Hauptallee, Lithografien von Bühnenstars des Carltheaters, Erinnerungsblätter an die Weltausstellung. In den Neubauten von Nordbahnviertel und Viertel Zwei, wo Haushalte meist erst nach 2010 einzogen, finden sich eher signierte Editionen und Druckgrafik der Nachkriegszeit.

Auf dem Ausstellungsgelände im Prater, das Carl von Hasenauer 1873 als Chefarchitekt plante, hatte Japan seinen ersten offiziellen Auftritt auf einer Weltausstellung. Japanische Farbholzschnitte kamen damals in Wiener Sammlungen und wirkten auf den Wiener Farbholzschnitt um 1900. Die Maler des Stimmungsimpressionismus wählten den Prater als bevorzugtes Motiv. Blätter zur jüdischen Geschichte des Bezirks, etwa Ansichten des 1938 zerstörten Leopoldstädter Tempels von Ludwig Förster in der Tempelgasse, nehmen wir erst nach Klärung der Herkunft an.

Bei Kofferfunden genügen zunächst Fotos einiger Blätter mit Rand und Signatur. Verklebte oder stockfleckige Blätter bitte nicht trennen und nicht auf der Heizung trocknen; das ist Sache eines Restaurators. Liegt die Wohnung im vierten Stock ohne Lift, sichten wir die Mappen vor Ort und tragen nur hinunter, was Sie verkaufen. An Markttagen rund um den Karmelitermarkt weichen wir mit dem Wagen in die Nebengassen aus. Gezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Prater-Ansichten mit Lusthaus, Hauptallee und Riesenrad – Motive aus dem Bezirk in Aquarell, Lithografie und Radierung.
  • Erinnerungsblätter zur Weltausstellung 1873 – Rotunde und Ausstellungsgelände im Prater.
  • Japanische Farbholzschnitte – Sammelinteresse seit dem japanischen Auftritt auf der Weltausstellung.
  • Porträtlithografien von Bühnenstars – Carltheater und Theater in der Leopoldstadt.

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

513

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

73

Materialien, Techniken & Punzen

28

Fragen zu Grafik, Zeichnungen & Aquarelle

Kaufen Sie auch Grafiksammlungen mit vielen unbekannten Blättern?

Ja. Sammlungen werden vollständig gesichtet, auch wenn viele Blätter unbekannt sind. Häufig finden sich zwischen dekorativen Drucken einzelne gesuchte Stücke.

Meine Aquarelle sind verblasst – sind sie noch etwas wert?

Das hängt vom Künstler und vom Grad des Verblassens ab. Leichte Lichtschäden mindern, schließen einen Ankauf aber nicht aus. Hängen Sie Aquarelle bis zur Besichtigung nicht in die Sonne.

Mein Blatt ist mit Bleistift signiert – ist es dann ein Original?

Nicht automatisch. Auch Offsetdrucke und Plakate wurden nachträglich signiert. Entscheidend sind Drucktechnik, Papier und Auflagenangabe, die bei Originalgrafik zum Werk gehören.

Was bedeuten „e. a.“ oder „h. c.“ neben der Nummer?

„E. a.“ steht für épreuve d'artiste, ein Künstlerexemplar außerhalb der nummerierten Auflage, „h. c.“ für hors commerce, nicht für den Handel bestimmt. Solche Exemplare werden in der Regel ähnlich bewertet wie nummerierte Blätter.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.