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Historische Blankwaffen & Rüstungen im 2. Bezirk, 1020 Wien

Japanische Schwerter und Säbel aus der Leopoldstadt

Japans erster offizieller Auftritt auf einer Weltausstellung fand 1873 im Prater statt; Tsuba, Schwerter und Säbel tauchen bis heute in Leopoldstädter Haushalten auf.

Zwischen Karmeliterviertel und Stuwerviertel liegen in den Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnungen der Gründerzeit oft Kellerabteile und Dachböden voller Koffer, die drei Generationen gefüllt haben. Darin finden sich Bajonette und Seitengewehre aus beiden Weltkriegen, Mannschaftssäbel, Offizierssäbel mit Portepee und gelegentlich ein japanisches Kurzschwert, das als Reiseandenken ins Haus kam. In den großbürgerlichen Wohnungen der Praterstraße hingen früher Waffenwände mit orientalischen Dolchen und Yatagans, wie sie die Ausstattung der Gründerzeit liebte.

Nach 1873, als japanisches Kunsthandwerk im Prater Aufsehen erregte, kamen Schwerter, Tsuba und Schwertzubehör zahlreich nach Europa, zumal Japan das Schwerttragen 1876 verbot. Carltheater und Theater in der Leopoldstadt brauchten Bühnenwaffen, die nach Auflösungen in Privathaushalte gelangen konnten. Altwarenhandel hat im Bezirk Tradition: Zwischen 1671 und 1730 lag der Tandelmarkt auf dem Unteren Werd. Die Karmeliterkirche, im frühen 17. Jahrhundert begonnen, reicht in die Zeit zurück, aus der Rapiere und Haudegen stammen.

Bei japanischen Schwertern sitzt die Signatur auf der Angel unter dem Griff; lösen Sie den Haltestift nicht selbst, wir öffnen die Montierung bei der Besichtigung. Bühnenwaffen erkennen wir an stumpfen, oft vernickelten Klingen und leichten Gefäßen. Schusswaffen aus Kellerfunden vermitteln wir an befugte Händler. Bei Stücken mit Vorbesitz in jüdischen Leopoldstädter Familien der Zeit vor 1938 klären wir den Weg in Ihren Besitz.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Japanische Schwerter und Tsuba der Meiji-Zeit – Weltausstellung 1873 im Prater
  • Bajonette und Seitengewehre – Kellerabteile und Dachböden der Gründerzeithäuser
  • Bühnenwaffen und Theaterdegen – Carltheater und Theater in der Leopoldstadt

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Historische Blankwaffen & Rüstungen

Soll ich Rost von der Klinge entfernen?

Nein. Schleifen, Polieren und chemische Rostentferner zerstören Ätzungen, Bläuung und Patina. Lassen Sie die Waffe so, wie sie ist, und lagern Sie sie trocken.

Kaufen Sie japanische Schwerter?

Ja. Katana, Wakizashi und Tanto werden nach Schmied, Epoche, Klingenqualität und Montierung bewertet, Tsuba und Schwertzubehör auch einzeln. Viele Schwerter in Europa sind spätere Souvenirarbeiten; wir unterscheiden sie von alten Klingen.

Kaufen Sie Bajonette aus dem Ersten Weltkrieg?

Ja. Bajonette und Seitengewehre der k. u. k. Armee und anderer Armeen werden nach Modell, Hersteller, Stempeln und Erhaltung bewertet. Bajonette mit passender Scheide und Truppenstempel sind gesuchter.

Holen Sie schwere Rüstungen und ganze Waffenwände ab?

Ja. Wir besichtigen vor Ort, dokumentieren die Anordnung und bauen Waffenwände nach dem Ankauf fachgerecht ab. Klingen werden für den Transport gesichert verpackt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.