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Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 2. Bezirk, 1020 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts aus der Leopoldstadt und vom Prater

Pratermotive, Biedermeier-Bildnisse und Gründerzeitbilder aus Wohnungen an Praterstraße und Taborstraße – Ankauf mit kostenloser Besichtigung im 2. Bezirk.

Ihre bürgerlichen Straßenfronten erhielten Praterstraße, Taborstraße und Untere Augartenstraße großteils in der Gründerzeit. In Wohnungen, deren Mieter seit Jahrzehnten an derselben Adresse leben, hängen deshalb oft Ölbilder aus der Erstausstattung um 1880–1910: Landschaften in Goldrahmen, Genreszenen und Familienporträts über Kredenzen und Sofas. Die erhaltenen Biedermeierhäuser an der Praterstraße, darunter Nr. 54, wo 1867 „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn) entstand, verweisen auf eine ältere Schicht mit Bildnissen der Zeit um 1830.

Der Prater ist selbst Bildthema. Ferdinand Georg Waldmüller malte um 1830 Praterlandschaften, Tina Blau 1882 den „Frühling im Prater“, heute ein Hauptwerk des Stimmungsimpressionismus im Belvedere. Mit der Weltausstellung 1873 kamen Maler, Händler und Käufer aus ganz Europa auf das Gelände um die Rotunde. Hans Gasser lieferte 1847 allegorische Figuren für das Carltheater an der Praterstraße. Ansichten von Hauptallee, Lusthaus und Auwald bilden innerhalb der Wiener Landschaftsmalerei ein eigenes Sammelgebiet, das sich oft schon am Motiv erkennen lässt.

In den Kellerabteilen und auf den Dachböden der Zinshäuser im Karmeliterviertel und Stuwerviertel lagern oft abgehängte Bilder, deren Rahmen gelitten haben. Bitte reinigen Sie solche Leinwände nicht selbst; Fotos von Bildseite, Signatur und Rückseite genügen für die Ersteinschätzung. Weil der Bezirk bis 1938 stark jüdisch geprägt war und Vertreibung ganze Haushalte zerstreute, prüfen wir bei Bildern mit unklarer Besitzgeschichte zuerst, woher sie stammen; erst dann folgt ein Angebot.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Pratermotive in Öl – Hauptallee, Lusthaus und Auwald als Thema von Waldmüller bis Tina Blau.
  • Gründerzeitliche Landschaften und Genrebilder in Goldrahmen – Erstausstattung der Wohnungen an Praterstraße und Taborstraße.
  • Bilder mit Bezug zur Weltausstellung 1873 – Ausstellungsgelände im Prater.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Mein Bild ist nur mit Nachnamen signiert – reicht das für eine Zuschreibung?

Nein, denn in Malerfamilien wie Alt, Blaas, Ender oder L'Allemand signierten mehrere Mitglieder ähnlich. Die Zuordnung ergibt sich aus Schriftbild, Datierung, Motiv und Malweise.

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.