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Briefmarken im 2. Bezirk, 1020 Wien

Briefmarken verkaufen in der Leopoldstadt – Nordbahn und Donauschiffe

Vom Nordbahnhof gingen Züge nach Galizien und Böhmen, an der Donau legten die Schiffe der DDSG an – beides hat in Leopoldstädter Sammlungen Stempel und Belege hinterlassen.

Zinshäuser an Taborstraße und Praterstraße und Gemeindebauten der Nachkriegszeit haben Mieter, die ihre Wohnung seit Jahrzehnten nicht gewechselt haben. Auf Dachböden und in Kellerabteilen stehen Koffer mit Familienkorrespondenz, die Verwandte aus Galizien, Böhmen und Ungarn schrieben, dazu Einsteckbücher mit Marken der Monarchie und Alben der Zweiten Republik. Wer in den Neubauten am Nordbahnhof oder im Viertel Zwei wohnt, hat eher geerbte Sammlungen mitgebracht als im Bezirk gefundene.

Die Kaiser Ferdinands-Nordbahn machte den Nordbahnhof zum Tor nach Mähren und Galizien; Briefe mit Bahnpoststempeln dieser Strecken sind Postgeschichte. Die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gab ab 1866 eigene Marken heraus, ihre Anlegestellen lagen am Leopoldstädter Ufer. Auf Sammlermessen in der Messe Wien im Prater wechseln auch Briefmarken den Besitzer. Für Korrespondenz jüdischer Familien aus der Zeit nach 1938, etwa Briefe aus der Emigration, fragen wir zuerst nach der Familiengeschichte.

Alte Briefe in Koffern bitte samt Umschlägen lassen; ein Stempel aus einem galizischen Ort kann mehr erzählen als jede Marke darauf. Feuchte Kellerfunde nicht trocknen und nicht trennen, verklebte Marken lassen sich oft noch fachgerecht lösen. In den Zinshäusern der Taborstraße sichten wir in der Wohnung, Koffer müssen nicht hinuntergetragen werden. Bewertet wird nach Katalog und Erhaltung, gezahlt bar oder auf Ihr Konto.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Briefe mit Bahnpoststempeln der Nordbahn – Strecken nach Mähren und Galizien vom Nordbahnhof aus.
  • Marken und Belege der DDSG – Donaudampfschiffe mit Anlegestellen am Leopoldstädter Ufer.
  • Familienkorrespondenz aus Galizien, Böhmen und Ungarn – Zuwanderung des 19. Jahrhunderts.
  • Alben der Monarchie und der Zweiten Republik – Altmieterhaushalte in Zinshäusern und Gemeindebauten.

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

6

Fragen zu Briefmarken

Ist meine Briefmarkensammlung etwas wert?

Das hängt vom Inhalt ab. Viele Sammlungen der Nachkriegszeit bestehen aus häufigen Marken mit geringem Wert, einzelne klassische Marken, seltene Stempel und Briefe können aber erheblich sein. Wir sichten die Sammlung vollständig, bevor wir bewerten.

Soll ich Marken von Briefen ablösen?

Nein. Briefe und Karten können mehr wert sein als die abgelösten Marken, weil Stempel, Porto und Destination Postgeschichte belegen. Lassen Sie die Belege, wie sie sind.

Was bedeutet postfrisch?

Postfrisch ist eine ungebrauchte Marke mit vollständigem, unberührtem Originalgummi ohne Falzspur. Diese Erhaltung ist bei Marken der Zweiten Republik oft Voraussetzung für einen Sammlerwert.

Kaufen Sie auch Abo-Lieferungen der Post?

Ja. Postfrische Jahrgänge der Zweiten Republik werden meist knapp unter oder nahe dem Nennwert gehandelt, weil sie in großen Mengen vorhanden sind. Ältere Jahrgänge und vollständige Reihen bewerten wir einzeln.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.