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Volkskunst & Krippen im 2. Bezirk, 1020 Wien

Volkskunst aus der Leopoldstadt: Prater, Galizien, Böhmen

Zuwanderer aus Galizien, Böhmen und Ungarn, Schausteller im Wurstelprater und Altmieter im Karmeliterviertel hinterließen Volkskunst aus dem ganzen Donauraum.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ließen sich in der Leopoldstadt Familien aus Galizien, Böhmen und Ungarn nieder; mit ihnen kamen bemalte Keramik, Hirtenschnitzereien, gestickte Trachtenteile und Heiligenbilder in die Zinshauswohnungen an Taborstraße und Praterstraße. Wer im Stuwerviertel oder im Karmeliterviertel lange zur Miete wohnt, bewahrt im Kellerabteil oft Koffer mit Familienbesitz aus mehreren Generationen. Zwischen Fotoalben und Korrespondenz tauchen dort auch Papierkrippen, Holzspielzeug und alter Christbaumschmuck auf.

Im Wurstelprater arbeiten seit dem späten 18. Jahrhundert Schausteller; Ringelspielfiguren, Schaubudenfiguren und Jahrmarktsware dieser Tradition dokumentiert das Pratermuseum. Joseph II. öffnete den Prater 1766 für die Allgemeinheit. Der städtische Altwarenmarkt stand von 1671 bis 1730 auf dem Unteren Werd, woran der Name Tandelmarktgasse erinnert. Bis 1938 betrieben jüdische Familien in den Gassen um den Karmelitermarkt viele Läden für Trödel und Textilien.

Figuren von Ringelspielen und Schaubuden sind groß und oft schwer; Maße und Fotos vorab erleichtern die Planung des Abtransports. Bei Familienbesitz, der vor 1938 jüdischen Haushalten gehörte, klären wir die Herkunft. Hirtenschnitzereien, Keramik und Trachtenteile aus Osteuropa bestimmen wir nach Region und Technik. Auch das Kellerabteil gehört, wenn Sie möchten, zum kostenlosen Termin.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Ungarische Hirtenschnitzereien und osteuropäische Keramik – Zuwanderung aus Galizien, Böhmen und Ungarn
  • Ringelspiel- und Schaubudenfiguren – Schaustellertradition im Wurstelprater
  • Papierkrippen und Krippenbögen – Weihnachtskisten in Altmieterhaushalten

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Kaufen Sie unvollständige Krippen?

Ja. Einzelne Figuren, Figurengruppen, leere Kastenkrippen und Zubehör wie Ställe, Hintergründe oder Tiere werden einzeln bewertet. Oft lassen sich Figuren mehrerer Jahrzehnte nach Herkunft trennen, was ihren Wert erst sichtbar macht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.