Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Fotografie im 2. Bezirk, 1020 Wien

Prater-Albumine und Familienalben aus der Leopoldstadt

Altmieterwohnungen an Taborstraße und Praterstraße bewahren Alben über Generationen; dazu kommen Aufnahmen von Rotunde, Riesenrad und Rennbahnen.

Zwischen Karmelitermarkt, Volkertviertel und Stuwerviertel sind viele Mieter seit Jahrzehnten nicht umgezogen. In ihren Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnungen und auf den Dachböden der Gründerzeithäuser lagern Koffer mit Familienalben, Kabinettfotos und Briefen, mitunter über drei Generationen gesammelt. Die großbürgerlichen Straßentrakte an Praterstraße und Taborstraße bringen gerahmte Atelierporträts und Hochzeitsbilder auf Prägekarton. Im Nordbahnviertel und rund um das Viertel Zwei, wo fast alles nach 2010 gebaut wurde, stoßen wir dagegen kaum auf historische Abzüge, eher auf Fotobücher und Kameras.

Die Weltausstellung von 1873 machte den Prater zum Motiv: Albuminabzüge zeigen die Rotunde, entworfen von John Scott Russell mit Carl von Hasenauer und 1937 abgebrannt, dazu Pavillons und Besucher. Japan trat damals erstmals offiziell auf; das Interesse hielt an, und kolorierte Yokohama-Alben, wie sie der Österreicher Raimund von Stillfried anbot, gelangten später auch in Wiener Haushalte. August Stauda hielt die alten Gassen der Leopoldstadt vor dem Abbruch fest. Riesenrad, Trabrennbahn Krieau und Praterstadion lieferten Stoff für Sport- und Pressefotografie.

Bei Wohnungsauflösungen im Volkertviertel oder an der Unteren Augartenstraße beginnen wir oft am Dachboden oder im Kellerabteil. Verklebte Albumseiten bitte nicht trennen und feuchte Kartons nicht föhnen; beides schadet Albumin- und Silbergelatineabzügen. Für die Ersteinschätzung reichen Handyfotos einiger Seiten und der Rückseiten mit Atelierstempel. Den Termin vor Ort berechnen wir nicht, und den übrigen Hausrat räumt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Albuminabzüge der Weltausstellung 1873 – Rotunde, Pavillons und Praterszenen
  • Kolorierte Japan-Alben aus Yokohama – Japans erster offizieller Auftritt 1873 im Prater als Ausgangspunkt
  • Familienalben und Korrespondenz – Altmieterwohnungen mit jahrzehntelanger Wohndauer
  • Sport- und Pressefotos – Trabrennbahn Krieau, Freudenau und Praterstadion

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

70

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

16

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Fotografie

Was ist ein Vintage-Print?

Ein Vintage-Print ist ein Abzug, den der Fotograf oder sein Atelier zeitnah zur Aufnahme angefertigt hat. Er wird höher bewertet als spätere Abzüge vom selben Negativ, weil er dem ursprünglichen Bild am nächsten steht.

Sind alte Familienfotos etwas wert?

Meist nur im Zusammenhang, etwa wenn ein Album Orte, Ereignisse oder bekannte Ateliers dokumentiert. Frühe Techniken wie Daguerreotypien und Ambrotypien sind auch mit unbekannten Personen gesucht. Fotos der Rückseiten mit Atelieraufdrucken helfen bei der Einschätzung.

Wie lagere ich Daguerreotypien bis zur Besichtigung?

Lassen Sie sie im Etui, öffnen Sie das Deckglas nicht und reinigen Sie die Platte nicht, da die Oberfläche bei Berührung zerstört wird. Bewahren Sie sie trocken und lichtgeschützt auf.

Kaufen Sie auch Glasnegative?

Ja, besonders Bestände von Ateliers, Stadtansichten und Ereignissen. Glasnegative sind zerbrechlich und schwer und werden bei der Abholung in Kisten verpackt. Beschriftete Hüllen und Schachteln sollten erhalten bleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.