Künstler: Glas
Ludwig Lobmeyr
Glasverleger, Unternehmer, 1829–1917, Wien – Wien
Leitete ab 1855 das künstlerische Programm von J. & L. Lobmeyr; ließ Anfang der 1880er Jahre mit Edison die Hofburg-Redoutensäle elektrisch beleuchten.
Ludwig Lobmeyr war der Sohn von Josef Lobmeyr, der 1823 in Wien ein Glaswarengeschäft gegründet hatte. Nach dem Tod des Vaters 1855 übernahmen Ludwig und sein Bruder Josef die Firma; Josef führte den kaufmännischen Teil, Ludwig das künstlerische Programm. Er arbeitete mit Architekten, Malern und Lehrern des Museums für Kunst und Industrie zusammen und ließ in böhmischen Hütten und Raffinerien nach Wiener Entwürfen fertigen. 1887 berief ihn der Kaiser ins Herrenhaus. Er blieb kinderlos und starb 1917 in Wien.
Unter Ludwig entstanden Trinkservice in feinem, dünnwandigem Kristall, geschnittene und gravierte Prunkgläser, emailbemalte Gefäße im historistischen und orientalisierenden Geschmack sowie Luster. Anfang der 1880er Jahre stattete die Firma gemeinsam mit Thomas Alva Edison die Redoutensäle der Hofburg mit elektrischen Lustern aus. Das Geschäft in der Kärntner Straße 26 ist bis heute Sitz der Firma. 1917 ging das Unternehmen an seinen Neffen Stefan Rath über.
Lobmeyr-Gläser des 19. Jahrhunderts tragen teils ein Firmenmonogramm in Email oder Ätzung, viele Stücke sind unbezeichnet. Die Zuordnung stützt sich dann auf Musterbücher und Kataloge der Firma, auf Glasqualität und Schliff. Viele historische Modelle werden bis heute nach den alten Entwürfen hergestellt; Alterungsspuren, Abnutzung am Fuß und Unterschiede im Glas trennen frühe von neuen Stücken. Luster aus Palais sind über Lieferbelege zu sichern.
Epochen & Stile
Ludwig Lobmeyr verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Glas
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- Anton Kothgasser1769–1851
- Johann Josef Mildnerum 1764–1808
- Gottlob Samuel Mohn1789–1825
- Samuel Mohn1762–1815
- Marianne Rath1904–1985
- Stefan Rath1876–1960
- Ena Rottenberg1893–1952
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