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Manufaktur: Leuchten

Emil Stejnar

Wien, ab den späten 1950er-Jahren

Wiener Leuchtenentwerfer und -hersteller der Nachkriegsmoderne; Luster aus Messing und Glas, zunächst für Rupert Nikoll, später in eigener Produktion.

Emil Stejnar entwarf ab den späten 1950er-Jahren in Wien Leuchten, zunächst für die Firma Rupert Nikoll, mit der seine bekanntesten Luster verbunden sind. Später produzierte er Leuchten unter eigenem Namen. Seine Arbeiten gehören zu den charakteristischen Beispielen der Wiener Beleuchtung der Nachkriegsjahrzehnte, als Messing, Glas und neue Kunststoffe kombiniert wurden. Auf dem Designmarkt werden seine Luster als eigene Werkgruppe gehandelt.

Bekannt sind Luster mit Glasstäben, Glaskugeln oder Acrylglaselementen an Messingringen, deren Licht durch die Glaselemente gebrochen und gestreut wird, außerdem Wand- und Deckenleuchten mit geometrischen Messingkörpern. Viele Entwürfe bauen auf wiederholten Grundelementen auf, die je nach Größe des Raumes vervielfacht werden. Die Ausführung in poliertem oder mattiertem Messing prägt das Erscheinungsbild. Viele Luster wurden für Hotels, Geschäfte und Foyers geplant und danach für Wohnungen verkleinert.

Leuchten nach Stejnar sind meist ungezeichnet oder tragen nur Etiketten der ausführenden Firma. Die Zuschreibung stützt sich auf Kataloge, Konstruktion und Vergleich mit dokumentierten Stücken. Weil die Grundelemente einfach nachzubauen sind, kommen Nachfertigungen und Kombinationen aus Teilen verschiedener Leuchten vor. Glaselemente, Fassungen und Baldachine sollten zueinander passen und gleiche Alterungsspuren zeigen. Bei großen Lustern ist die Vollständigkeit der Glaselemente entscheidend.

Entwerfer & Personen

  • Emil Stejnar

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