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Manufaktur: Leuchten

Rupert Nikoll

Wien, 1950er- bis 1970er-Jahre

Wiener Leuchtenhersteller der Nachkriegszeit; Luster und Wandleuchten aus Messing, Glas und Acrylglas, teils nach Entwürfen von Emil Stejnar.

Die Firma Rupert Nikoll produzierte in Wien von den 1950er- bis in die 1970er-Jahre Beleuchtungskörper für Wohnungen, Geschäfte, Hotels und öffentliche Bauten. Sie gehörte neben J. T. Kalmar zu den wichtigen Wiener Leuchtenherstellern der Nachkriegsmoderne und exportierte einen Teil ihrer Produktion. Die Leuchten verbinden handwerkliche Messingverarbeitung mit neuen Werkstoffen wie Acrylglas. Seit einigen Jahren werden sie auf dem internationalen Designmarkt gesucht.

Typisch sind Luster mit Kränzen aus Glasstäben oder Acrylglasröhren, sogenannte Eiszapfen- oder Spaghetti-Luster, Hängeleuchten mit Glaskugeln, Sputnik-artige Leuchten mit strahlenförmig angeordneten Armen sowie Wandleuchten mit Messingschalen. Zu den Entwerfern zählte Emil Stejnar, dessen Luster aus Messing und Glas mit Nikoll verbunden sind. Viele Modelle wurden in verschiedenen Größen und mit unterschiedlicher Zahl von Lichtpunkten angeboten. Die Glasteile kamen häufig aus österreichischen und böhmischen Hütten.

Nikoll-Leuchten tragen gelegentlich Etiketten oder Plaketten am Baldachin, häufig sind sie ungezeichnet. Zuschreibungen beruhen auf Katalogen, Konstruktion und charakteristischen Details wie Halterungen und Glaselementen. Bei Lustern aus Glasstäben fehlen oft einzelne Stäbe, die durch nicht passende Nachfertigungen ersetzt wurden. Messing kann nachpoliert oder neu lackiert sein. Elektrik und Befestigung müssen vor Gebrauch geprüft werden. Montageanleitungen und Kataloge sind selten erhalten.

Entwerfer & Personen

  • Emil Stejnar

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