Manufaktur: Silber & Metall
Werkstätte Carl Auböck
Wien, seit 1912
Wiener Werkstätte für Messing, Holz und Leder in der Bernardgasse; Gebrauchsobjekte der Nachkriegsmoderne von Carl Auböck II und III.
Die Werkstätte der Familie Auböck arbeitet seit 1912 in der Bernardgasse im siebenten Bezirk; Karl Heinrich Auböck (1872–1925) fertigte dort zunächst Wiener Bronzen. Carl Auböck II (1900–1957), Absolvent des Bauhauses in Weimar, entwickelte das Programm aus Gebrauchsgegenständen in Messing in Verbindung mit Holz, Leder, Horn und Kork. Sein Sohn Carl Auböck III (1924–1993), Architekt und Designer, erweiterte es nach 1945 zu einem international vertriebenen Katalog von mehreren hundert Modellen. Die Familie führt die Werkstatt in der vierten Generation und fertigt historische Modelle weiterhin in Handarbeit.
Typisch sind Aschenbecher, Briefbeschwerer, Flaschenöffner, Schuhlöffel, Kleiderhaken, Brieföffner, Schreibtischgarnituren, Tischglocken und Gefäße, oft aus massivem, patiniertem oder poliertem Messing mit Griffen aus Holz, Leder oder Rattan. Die Formen sind reduziert und folgen der Funktion. Viele Objekte wurden in den 1950er- und 1960er-Jahren über Designgeschäfte in den USA verkauft. Daneben entstanden Leuchten und Kleinmöbel. Messing wird gegossen, gedreht und von Hand nachbearbeitet.
Die Stücke tragen meist eine eingeschlagene Marke mit dem Namen „Auböck“ oder „Made in Austria“, häufig mit Modellnummer. Viele Modelle werden seit Jahrzehnten unverändert gefertigt; Patina, Verschleiß an Leder und Holz sowie Varianten der Marke helfen, ältere von neuen Stücken zu unterscheiden. Ungemarkte Messingobjekte im Auböck-Stil anderer Hersteller sind verbreitet. Die originale Patina ist zu erhalten, Nachpolieren verändert die Oberfläche dauerhaft.
Entwerfer & Personen
Werkstätte Carl Auböck verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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