Material: Glas
Bleikristall
Glas mit mindestens 24 Prozent Bleioxid, schwer, klangvoll und stark lichtbrechend, besonders geeignet für tiefen Schliff.
Bleikristall enthält nach der EU-Richtlinie von 1969 mindestens 24 Prozent Bleioxid, Hochbleikristall mindestens 30 Prozent. Das Blei macht das Glas schwer, weich zu schleifen und stark lichtbrechend. Der Engländer George Ravenscroft entwickelte bleihaltiges Glas in den 1670er-Jahren. Im 19. und 20. Jahrhundert fertigten englische, irische, französische und böhmische Hütten Bleikristall für Trinkservice, Schalen, Vasen und Lusterbehänge, im 20. Jahrhundert auch in industriellen Mengen.
Bleikristall wiegt merklich mehr als gewöhnliches Glas gleicher Größe. Ein vorsichtiger Anschlag mit dem Fingernagel erzeugt einen hellen, lang anhaltenden Klang. Geschliffene Kanten funkeln stark und zerlegen das Licht in Spektralfarben. Oft finden sich Etiketten mit „24 % PbO“ oder Firmennamen. Pressglas wirkt dagegen leichter, hat gerundete Kanten und Formnähte, die sich mit dem Finger ertasten lassen. Am Boden zeigen mundgeblasene Stücke ausgeschliffene Abrisse.
Der Wert hängt vom Hersteller und von der Schliffqualität ab. Arbeiten von J. & L. Lobmeyr, Ludwig Moser & Söhne, Baccarat oder Saint-Louis werden gesucht, industrielles Bleikristall der 1970er- und 1980er-Jahre findet kaum Käufer. Für Getränke, die lange in Karaffen stehen, wird Bleikristall heute nicht mehr empfohlen.
So prüfen Sie es
- hohes Gewicht
- heller, lang anhaltender Klang
- starke Lichtbrechung an Schliffkanten
- Etikett „24 % PbO“
- scharfe, polierte Kanten statt Formnähten
Bleikristall verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular