Material: Glas
Kristallglas
Glas mit mindestens zehn Prozent Zink-, Barium-, Blei- oder Kaliumoxid, klarer und klangvoller als einfaches Kalk-Natron-Glas.
Die EU-Richtlinie von 1969 definiert Kristallglas als Glas mit mindestens zehn Prozent Zinkoxid, Bariumoxid, Bleioxid oder Kaliumoxid, einzeln oder zusammen. Es steht damit zwischen einfachem Kalk-Natron-Glas und Bleikristall. Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt fast jedes klare, geschliffene Glas Kristall, was den Fachbegriff verwischt. Historisch bezeichnete Kristall farbloses Glas, das an Bergkristall erinnerte, etwa das venezianische Cristallo des 15. Jahrhunderts. Die Richtlinie regelt bis heute die Bezeichnung auf Etiketten.
Kristallglas ist klar, farblos und klingt beim Anschlagen heller als Gebrauchsglas, aber kürzer als Bleikristall. Moderne bleifreie Kristallgläser, etwa für Weingläser, enthalten Barium, Zink oder Titan. Etiketten und Ätzmarken geben oft Auskunft über Hersteller und Glasart. Mundgeblasene Gläser zeigen kleine Unregelmäßigkeiten am Stiel, maschinelle Gläser sind völlig gleichförmig. Gewicht und Klang trennen Kristallglas von Bleikristall. Ätzmarken sitzen meist am Fuß oder am Boden.
Für den Ankauf zählen Hersteller, Entwurf und Vollständigkeit, nicht die Glasart allein. Trinkservice von Riedel, J. & L. Lobmeyr oder Ludwig Moser & Söhne finden Interesse, wenn sie vollständig und unbeschädigt sind. Gewöhnliche Kristallgläser ohne Marke haben geringen Wert; Chips an Rändern und Trübungen durch Spülmaschinen mindern ihn zusätzlich.
So prüfen Sie es
- klare, farblose Masse
- heller Klang, kürzer als bei Bleikristall
- Ätzmarke oder Etikett
- gleichförmige Maschinengläser
- Trübung durch Spülmaschine
Kristallglas verkaufen: in allen 23 Bezirken
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