Lampen, Luster & Leuchter im 4. Bezirk, 1040 Wien
Luster unter Stuckrosetten: Leuchten von der Wieden
Große Altbauwohnungen an Argentinierstraße und Schwindgasse, Wagners Pavillons am Karlsplatz und Haerdtls Wien Museum: Die Wieden zeigt Leuchten aus drei Epochen.
Die großen Gründerzeitwohnungen der Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und Schwindgasse, oft weit über 100 Quadratmeter, haben Stuckrosetten, unter denen Luster aus Messing und Kristall hängen; dazu kommen Wandleuchter in Salon und Speisezimmer. In Dienstbotenzimmern und Dachbodenabteilen lagern Kisten mit abgenommenen Lustern, Glasschirmen und Behangteilen. Aus den Biedermeierhäusern der Mühlgasse und Paulanergasse kommen Tischleuchter und Öllampen des Vormärz, aus den Nachkriegsbauten im Freihausviertel Deckenleuchten.
Im Theresianum, wo der Vater tätig war, wuchs Koloman Moser auf; Leuchten entwarf er später für die Wiener Werkstätte, deren erste Werkstatt ab Mai 1903 eine Wohnung in der Heumühlgasse war. Otto Wagners Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99) tragen grünes Eisenwerk und Sonnenblumendekor. Oswald Haerdtl entwarf den Bau des heutigen Wien Museums (1954–1959), Hans Makarts Atelier in der Gußhausstraße prägte den Geschmack für schwere Bronze- und Glasluster im Salon.
Ein Messingluster mit zwölf Armen wiegt mehr, als man erwartet; wir nehmen ihn bei der kostenlosen Besichtigung in Augenschein und klären, ob Decke und Haken eine Abnahme ohne Gerüst erlauben. Fotos der Deckenrosette und der Armverbindungen zeigen, ob der Luster einst für Gas gebaut war. Kisten aus dem Dachboden öffnen wir gemeinsam, weil einzelne Glasschirme auch ohne Luster gesucht sind.
Was in Wieden häufig auftaucht
- Luster und Wandleuchter aus Messing und Kristall – Altbauräume mit Stuckrosetten
- Glasschirme und Behangteile – Kisten in Dienstbotenzimmern und Dachbodenabteilen
- Biedermeier-Tischleuchter und Öllampen – Vorstadthäuser in Mühlgasse und Paulanergasse
Mit Bezug zu Wieden
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 4. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Koloman Moser
Kam 1868 in Wien zur Welt und wuchs im Theresianum auf, wo sein Vater tätig war.
Otto Wagner
Entwarf die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99).
Oswald Haerdtl
Historisches Museum der Stadt Wien, heute Wien Museum, am Karlsplatz (1954–1959).
Wiener Werkstätte
Arbeitsbeginn im Mai 1903 in einer Wohnung in der Heumühlgasse.
Klassizismus
Hauptgebäude der Technischen Universität am Karlsplatz (1816–1818).
Biedermeier
Wien Museum am Karlsplatz mit Biedermeier-Interieurs und Malerei.
Gründerzeit
Gründerzeitliche Blockrandbebauung mit Zinshäusern.
Nachkriegsmoderne
Wien Museum am Karlsplatz, Bau von Oswald Haerdtl (1954–1959).
Objektgruppen
- Kristalluster
- Maria-Theresien-Luster
- Messingluster der Gründerzeit
- Petroleum- und Gaslampen
- Öl-, Argand- und Moderateurlampen
- Tischleuchter und Kandelaber
- Wandappliken
- Jugendstilleuchten
- Leuchten der Wiener Moderne
- Glasschirme und Lampenglocken
- Glaslampen aus Nancy
- Bleiglaslampen im Tiffany-Stil
- Art-déco-Leuchten
- Bauhaus- und Arbeitsleuchten
- Wiener Leuchten der 1950er- bis 1970er-Jahre
- Italienisches Leuchtendesign
- Skandinavische Leuchten
- Muranoglas-Luster
- Stehleuchten
- Altarleuchter und Ewig-Licht-Ampeln
- Laternen und Außenleuchten
- Figurenleuchten
- Lusterbehang und Ersatzteile
- Ampeln und Deckenschalen
- Kunststoffleuchten des Space Age
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.
Künstler
26
- Ludwig Lobmeyr1829–1917
- Stefan Rath1876–1960
- Marianne Rath1904–1985
- Theophil Hansen1813–1891
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Otto Wagner1841–1918
- Adolf Loos1870–1933
- Josef Frank1885–1967
- Oswald Haerdtl1899–1959
- Carl Witzmann1883–1952
- Dagobert Peche1887–1923
- Otto Prutscher1880–1949
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Erich Boltenstern1896–1991
- Karl Schwanzer1918–1975
- Gustav Gurschner1873–1970
- Peter Tereszczuk1875–1963
- Peter Behrens1868–1940
- Zaha Hadid1950–2016
- Carl von Hasenauer1833–1894
- Fellner & HelmerFerdinand Fellner 1847–1916, Hermann Helmer 1849–1919
- Louis Montoyerum 1749–1811
- Eduard van der Nüll1812–1868
- Carl Auer von Welsbach1858–1929
- Oskar Wlach1881–1963
Manufakturen & Marken
27
- J. & L. Lobmeyrseit 1823
- E. Bakalowits & Söhne19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- J. T. Kalmarseit 1881
- Rupert Nikoll1950er- bis 1970er-Jahre
- Emil Stejnarab den späten 1950er-Jahren
- Wokaseit 1977
- Johann Lötz Witwe1851–1947
- Établissements Galléum 1873–1936
- Cristallerie Daumseit 1878
- Cristallerie Schneider1913 bis um 1981
- Tiffany Studios1885–1932
- Kaiser IdellLeuchtenserie ab 1933
- Tecnolumenseit 1979
- Louis Poulsenseit 1874
- Artemideseit 1960
- Flosseit 1962
- FontanaArteseit 1932
- Veniniseit 1921
- Barovier & TosoFamilie Barovier seit dem Mittelalter, Firmenname seit 1942
- Baccaratseit 1764
- Peill & Putzler20. Jahrhundert
- Swarovskiseit 1895
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Artekseit 1935
- Memphis Milano1981–1988
Epochen & Stile
32
- Hochbarockum 1680–1730
- Rokokoum 1730–1770
- Louis-seizeum 1760–1792
- Klassizismusum 1770–1840
- Empireum 1804–1830
- Wiener Empireum 1804–1820
- Biedermeier1815–1848
- Zweites Rokokoum 1830–1870
- Historismusum 1840–1914
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Neobarockum 1870–1914
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Jugendstilum 1895–1914
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Art nouveauum 1890–1910
- Art découm 1920–1940
- Bauhaus1919–1933
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Mid-Century Modernum 1945–1970
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Space Ageum 1957–1975
- Memphis1980–1988
- Postmoderneum 1970–1995
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Brutalismusum 1950–1980
- Lichtkunstab um 1920, verstärkt ab 1960
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Streamlineum 1930–1950
- Zopfstilum 1760–1790
Fragen zu Lampen, Luster & Leuchter
Kaufen Sie Leuchten der 1950er- bis 1970er-Jahre?
Ist meine Tiffany-Lampe echt?
Die meisten Bleiglaslampen im Tiffany-Stil sind spätere Arbeiten. Originale von Tiffany Studios haben eine Prägung am Schirmrand und am Fuß und eine typische Glasqualität. Auch gute Nachahmungen haben einen Markt.
Kaufen Sie auch Kerzenleuchter aus Silber?
Ja. Silberleuchter werden nach Punze, Hersteller, Stil und Gewicht bewertet. Gefüllte Leuchter enthalten Füllmasse, die vom Silbergewicht abgezogen wird.
Kaufen Sie Luster, die noch an der Decke hängen?
Ja. Wir besichtigen den Luster vor Ort und bauen ihn nach dem Ankauf auf Wunsch fachgerecht ab. Bitte nehmen Sie große Luster nicht selbst herunter.
Lampen, Luster & Leuchter in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Wieden
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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