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Textilien, Stickerei & Spitze im 8. Bezirk, 1080 Wien

Textilien aus der Josefstadt: Trachten, Stickerei und Weißwäsche

Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn sammelt Trachten und Stickereien, die Bürgerhäuser der Langen Gasse bewahren Wäsche und Handarbeiten aus dem Biedermeier.

Josefstädter Wohnungen gehen häufig von einer Generation an die nächste, und mit ihnen Wäschekästen, die nie ganz geleert wurden: Leinenwäsche mit Monogrammen dreier Generationen, Tischtücher in Damast, Biedermeier-Stickbilder in Rahmen, Perlstickerei auf Geldbörsen und Etuis. Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse aus der Zeit um 1820 bis 1840 bewahren solche Bestände nicht selten. Schauspielerhaushalte im Umfeld des Theaters in der Josefstadt hinterlassen mitunter Kostümteile und Bühnenschmuck.

Im Palais Schönborn in der Laudongasse sammelt das Volkskundemuseum Trachten, Goldhauben, Blaudrucke und bäuerliche Stickereien; für Datierung und Herkunft ist es die erste Wiener Adresse des Handels. Das Theater in der Josefstadt, das Carl Witzmann in Anlehnung an Venedigs Teatro La Fenice umgestaltete, verweist auf eine Bühnentradition, aus der Kostüme stammen können. Paramente aus dem Umfeld der Piaristenkirche Maria Treu würden wir nur mit geklärter Herkunft übernehmen.

Vorhänge und Bezüge an Kastenfenstern sind oft auf der Lichtseite ausgeblichen; fotografieren Sie beide Seiten, damit wir den Zustand einschätzen können. Für Trachtenteile und Goldhauben helfen Angaben zur Familienherkunft, etwa aus Oberösterreich oder der Wachau. Die kostenlose Besichtigung umfasst Wäschekasten, Truhe und Dachbodenabteil; danach erhalten Sie unser Angebot. Kostümteile aus Theaterhaushalten begutachten wir im selben Termin.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Leinen- und Damastwäsche mit Monogramm – Wohnungen, die über Generationen in einer Familie blieben
  • Biedermeier-Stickbilder und Perlstickerei – Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse
  • Trachten, Goldhauben und Blaudruck – Sammeltradition im Umfeld des Volkskundemuseums

Mit Bezug zu Josefstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 8. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist Wiener Petit Point?

Eine sehr feine Nadelmalerei im Gobelinstich auf Stramin, mit mehreren hundert Stichen pro Quadratzentimeter, oft mit Lupe ausgeführt. Typisch sind Abendtaschen mit Metallbügel, Etuis, Puderdosen und kleine Bilder mit Blumen und Figuren.

Wie erkenne ich Stoffe der Wiener Werkstätte?

Hinweise sind der Schriftzug an der Webkante, typische Muster und Farben sowie Musterbezeichnungen. Weil viele Entwürfe nachgedruckt wurden, prüfen wir Stoffqualität, Druckart und Webkante.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.