Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Glas & Kristall im 8. Bezirk, 1080 Wien

Biedermeierglas und Kristall aus der Josefstadt

Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse, Speisezimmer mit Vitrinen, Volkskunst aus dem Umfeld des Volkskundemuseums: Die Josefstadt bewahrt Glas über Generationen.

Weil der Bezirk im Zweiten Weltkrieg wenig zerstört wurde, stehen in vielen Wohnungen Vitrinen, die seit dem 19. Jahrhundert nie ganz ausgeräumt wurden. In den Biedermeierhäusern von Langer Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse finden sich Ranftbecher, Freundschafts- und Widmungsgläser, Lithyalin und Hyalith; in den Gründerzeitwohnungen mit drei bis fünf Zimmern Trinkservice, Karaffen und Bleikristall des Historismus. Porzellan, Silber und Glas blieben hier häufig gemeinsam in derselben Wohnung, über Generationen ergänzt und selten getrennt verkauft.

Joseph Kornhäusel baute 1822 das Theater in der Josefstadt um – in diesen Jahrzehnten entwickelte Friedrich Egermann in Nordböhmen das marmorierte Lithyalin, und Graf Buquoy ließ schwarzes und rotes Hyalith erzeugen. Solche Gläser kauften Wiener Bürger als Andenken und gaben sie in der Familie weiter. Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn, für Volkskunst die wichtigste Wiener Vergleichssammlung, besitzt Hinterglasbilder und bemaltes Bauernglas, die in der Josefstadt ebenfalls in Familienbesitz auftauchen.

Fotografieren Sie Vitrinen am besten offen und Fach für Fach, dazu einige Gläser einzeln vor hellem Hintergrund – so lassen sich Schliff, Farbe und Bemalung vorab einschätzen. Bei der kostenlosen Besichtigung prüfen wir Ränder, Stöpsel und Böden; Sprünge zeigen sich erst beim Drehen gegen das Licht. Viele sanierte Häuser haben inzwischen einen Lift, sonst tragen wir die einzeln verpackten Stücke über die Stiege. Das Angebot erhalten Sie im Anschluss an die Durchsicht.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Ranftbecher, Widmungs- und Freundschaftsgläser – Biedermeierhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse
  • Lithyalin und Hyalith – Andenkenglas der 1820er- und 1830er-Jahre in alten Familienbeständen
  • Bemaltes Bauernglas und Hinterglasbilder – Sammeltradition im Umfeld des Volkskundemuseums

Mit Bezug zu Josefstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 8. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

45

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

28

Fragen zu Glas & Kristall

Ist Uranglas gefährlich?

Uranglas enthält geringe Mengen Uranoxid und gibt eine sehr schwache Strahlung ab. Es wurde lange als Gebrauchsglas verwendet und wird heute gesammelt. Unter UV-Licht leuchtet es grün.

Kaufen Sie auch unvollständige Trinkservice?

Ja, auch Restbestände und einzelne Gläser bekannter Hersteller werden bewertet. Für Lobmeyr-Service, deren Modelle oft noch gefertigt werden, finden sich Käufer zur Ergänzung.

Wie werden zerbrechliche Gläser abgeholt?

Gläser werden bei der Besichtigung einzeln in Papier gewickelt und in Kartons verpackt. Das Verpackungsmaterial bringen wir mit, größere Bestände werden in mehreren Fahrten abgeholt.

Sind Swarovski-Figuren noch gefragt?

Figuren in Originalverpackung, Jahresausgaben des Sammlerclubs und seltene, nicht mehr gefertigte Modelle haben einen Sammlermarkt. Häufige Figuren ohne Verpackung werden geringer bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.