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Münzen & Medaillen im 8. Bezirk, 1080 Wien

Münzsammlungen aus der Josefstadt: Konventionsfuß bis Schilling

Gelehrtenhaushalte nahe der Universität, Biedermeierwohnungen in der Langen Gasse und über Generationen gewachsene Sammlungen machen die Josefstadt reich an Münzkästchen und Alben.

Universitätsnähe, Landesgericht und Kliniken haben die Josefstadt zum Wohnort von Juristen, Ärztinnen und Philologen gemacht. In ihren Bibliotheken stehen neben Fachbüchern oft Münzkästchen mit flachen Laden, in denen antike Prägungen, Taler und Kreuzer auf Samt liegen, beschriftet mit handgeschriebenen Zetteln. Biedermeiermünzen blieben in den Bürgerhäusern von Langer Gasse und Piaristengasse, entstanden um 1820 bis 1840, oft im Besitz derselben Familie. Die Altbauwohnungen um den Hamerlingplatz bewahren eher Silberkronen und Schillinge.

Als Maulbertschs Kuppelfresken in Maria Treu 1753 fertig wurden, einigten sich Österreich und Bayern auf den Konventionsfuß, nach dem Konventionstaler und Zwanziger der theresianischen Zeit geprägt wurden. Kornhäusels Umbau des Josefstädter Theaters von 1822 fällt in das Biedermeier, dessen Kleingeld bis heute in Haushalten des Bezirks liegt. Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn zeigt in seinen Sammlungen auch Amulette und Andachtsmedaillen aus der Volksfrömmigkeit.

Handgeschriebene Sammlerzettel gehören zur Sammlung; lassen Sie sie bei den Münzen, sie dokumentieren Herkunft und frühere Bestimmung. Numismatische Fachliteratur aus der Bibliothek sehen wir uns mit an. Reinigen Sie antike und Biedermeiermünzen nicht, Patina ist Teil der Erhaltung. In Häusern des Piaristenviertels sind Stiegen eng, Münzkästchen tragen wir in Kisten. Für die Ersteinschätzung reichen Fotos einer geöffneten Lade.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Münzkästchen mit antiken Prägungen und Talern – Gelehrtenhaushalte nahe Universität und Landesgericht.
  • Konventionstaler und Zwanziger der theresianischen Zeit – Familienbesitz in Altbauwohnungen.
  • Biedermeiermünzen – Bürgerhäuser der Zeit um 1820 bis 1840 in Langer Gasse und Piaristengasse.

Mit Bezug zu Josefstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 8. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

12

Manufakturen & Marken

4

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

11

Fragen zu Münzen & Medaillen

Was ist ein Maria-Theresien-Taler wert?

Die meisten Taler mit der Jahreszahl 1780 sind Nachprägungen und werden nach Silbergewicht bewertet. Originale mit früheren Jahreszahlen aus der Regierungszeit Maria Theresias sind gesucht und werden nach Jahrgang, Münzstätte und Erhaltung bewertet.

Kaufen Sie Schilling-Gedenkmünzen?

Ja. Silbergedenkmünzen zu 25, 50, 100 und 500 Schilling werden mindestens nach Silbergehalt bewertet. Ausgaben in Polierter Platte mit Originaletui und seltene Jahrgänge können darüber liegen.

Lohnt sich der Verkauf einer alten Münzsammlung im Album?

Oft ja. Wir sichten das Album vollständig, bestimmen gesuchte Stücke einzeln und bewerten den Rest nach Material und Menge. Lösen Sie die Münzen bitte nicht heraus.

Kaufen Sie antike Münzen?

Ja, wenn die Herkunft nachvollziehbar ist, etwa aus einer alten Familiensammlung mit Belegen oder aus dem Handel. Funde aus dem Boden sind meldepflichtig und können nicht angekauft werden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.