Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Asiatika im 8. Bezirk, 1080 Wien

Asiatika in der Josefstadt: Chinoiserie, Rollbild, Gelehrtenhaushalt

Hinter Kastenfenstern und Kachelöfen stehen in der Josefstadt chinesisches Exportporzellan und japanische Rollbilder aus Gelehrten- und Theaterhaushalten.

Drei- bis Fünfzimmerwohnungen in den Biedermeier- und Gründerzeithäusern um Lange Gasse und Hamerlingplatz wurden über Generationen bewohnt, ihre Vitrinen entsprechend gefüllt. Chinesisches Exportporzellan aus dem 18. und 19. Jahrhundert, ein Teller mit Wappen, ein Teller mit Kangxi-Marke aus dem 19. Jahrhundert – in der Josefstadt steht das oft nebeneinander. Universitätsnähe und Landesgericht brachten Professoren, Richter und Anwälte in den Bezirk, deren Bibliotheken Bücher über Ostasien, Rollbilder und kleine Bronzen enthalten.

Das Palais Schönborn in der Laudongasse und das Palais Auersperg entstanden um 1706–1711, in der Zeit, als ostasiatisches Porzellan und Lack an europäischen Höfen als Luxus galten und die Chinoiserie Mode wurde. Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn sammelt europäische Volkskultur; für ostasiatische Vergleichsstücke liegen MAK und Weltmuseum in Gehweite. Eine Kangxi-Marke auf späterem Porzellan war oft Ehrerbietung an die ältere Zeit, über das Alter sagt sie nichts.

Kachelöfen und Fernwärme trocknen die Luft; Lack reißt, Rollbilder werden brüchig. Rollen Sie ein Bild deshalb nicht zum Fotografieren auf, sondern zeigen Sie es uns geschlossen, wir öffnen es behutsam. In Biedermeierhäusern ohne Lift tragen wir Porzellan in Kisten über die Stiege. Bei Beständen aus Haushalten, die 1938 aufgelöst wurden, gehört die Provenienzklärung an den Anfang.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Chinesisches Exportporzellan des 18. und 19. Jahrhunderts – Vitrinen in Wohnungen mit langer Familiengeschichte
  • Rollbilder und kleine Bronzen – Gelehrten-, Richter- und Professorenhaushalte
  • Bücher und Mappen zu Ostasien – gewachsene Bibliotheken bei Universität und Landesgericht

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?

Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.

Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?

Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.

Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?

Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.

Wie fotografiere ich Porzellan richtig?

Eine Gesamtansicht vor neutralem Hintergrund, dann den Boden mit Marke und Standring scharf und gerade von oben, schließlich Details der Malerei und jede Beschädigung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Glasur und Farben am besten.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.