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Alte Meister im 8. Bezirk, 1080 Wien

Alte Meister aus der Josefstadt: Bilder aus Biedermeierwohnungen

Maulbertschs Fresken in Maria Treu, Hildebrandts Palais Schönborn und Wohnungen mit Kachelöfen: In der Josefstadt bleiben Gemälde oft über Generationen in einer Familie.

Die Josefstadt wurde im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise wenig zerstört, ihr Baubestand ist weitgehend erhalten. In Langer Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse stehen zwei- bis dreigeschoßige Bürgerhäuser des Biedermeier, dazwischen Zinshäuser der Gründerzeit mit Drei- bis Fünfzimmerwohnungen. Kastenfenster, Doppelflügeltüren und Kachelöfen bestimmen die Hängeflächen – Bildnisse und Landschaften hängen deshalb oft seit Jahrzehnten am selben Platz. Verlassenschaften enthalten Porträts in Familienbesitz, Kabinettbilder und Grafiksammlungen, die nie aufgelöst wurden.

Franz Anton Maulbertsch malte 1752/53 die Kuppelfresken der Piaristenkirche Maria Treu, seinen ersten großen Auftrag in Wien; Hildebrandt hatte Pläne für den Bau geliefert. Das Palais Schönborn in der Laudongasse, heute Volkskundemuseum, baute er 1706–1711 selbst, das Palais Auersperg wird mit ihm und Fischer von Erlach in Verbindung gebracht. Den Strozzigrund benannte man nach dem Palais, das Gräfin Maria Katharina Strozzi um 1700 errichten ließ. Wer eine barocke Ölskizze besitzt, findet in Maria Treu einen Maßstab für Farbigkeit und Pinselführung.

Bilder, die jahrzehntelang über einem Kachelofen hingen, zeigen häufig Schüsselbildung oder gelockerte Malschicht; nehmen Sie solche Stücke vor dem Transport nicht selbst ab. Bei der kostenlosen Besichtigung prüfen wir Bildträger, Firnis und frühere Restaurierungen und messen die Türen, da Doppelflügeltüren oft nur einseitig geöffnet werden. Danach folgt das Angebot, die Zahlung erfolgt in bar oder als Überweisung, und den Abholtag bestimmen Sie.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Porträts in Familienbesitz – Biedermeier- und Gründerzeitwohnungen mit langer Wohndauer
  • Barocke Ölskizzen und Bozzetti – Vergleich mit Maulbertschs Fresken in Maria Treu
  • Kabinettbilder in originalen Rahmen – über Generationen unveränderte Hängungen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Mein Bild ist mit „Brueghel“ beschriftet – ist es ein Original?

Ein Name auf Rahmen oder Rückseite gibt zunächst die Meinung früherer Besitzer wieder. Von Pieter Brueghel d. J. und Jan Brueghel d. Ä. existieren zahlreiche Werkstattfassungen und Nachfolgearbeiten, die eigenen Marktwert haben. Die Einstufung klärt erst der Vergleich von Malweise, Bildträger und Komposition.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.