Alte Meister im 7. Bezirk, 1070 Wien
Alte Meister in Neubau: Spittelberg, St. Ulrich, Schottenfeld
Biedermeierhäuser am Spittelberg, Bürgerhäuser der Seidenfabrikanten und Ateliers in alten Gewerbehöfen: Neubau bringt Kabinettbilder, Bildnisse und Studienkopien hervor.
Um 1800 machten Seidenzeugmacher das Schottenfeld zu einem der wichtigsten Textilstandorte der Monarchie; der Spitzname „Brillantengrund“ erinnert an ihren Wohlstand. Aus dieser Zeit stammen Bürgerhäuser, in denen sich Bildnisse und Kabinettbilder des späten 18. Jahrhunderts erhalten haben können. Der Spittelberg bewahrt das geschlossenste Biedermeier-Ensemble Wiens in Spittelberggasse, Gutenberggasse und Schrankgasse. Heute leben in umgebauten Fabriks- und Werkstattgebäuden viele Künstler und Gestalter; in ihren Haushalten finden sich Studienkopien, die im Kunsthistorischen Museum oder an der Akademie entstanden.
Johann Bernhard Fischer von Erlach baute 1710–1712 das Palais Trautson an der Museumstraße und plante die Hofstallungen, in denen heute das MuseumsQuartier liegt. Barock sind auch die Pfarrkirche St. Ulrich, ältester Siedlungskern des Bezirks, und die Kirche des Mechitaristenklosters in der Neustiftgasse. Im Amerlinghaus am Spittelberg kam 1803 der Bildnismaler Friedrich von Amerling zur Welt. In den späten 1820er-Jahren war der Wiener Tandelmarkt vorübergehend am Spittelberg untergebracht, und bis heute verkaufen Antiquariats- und Vintagegeschäfte in den Seitengassen der Neubaugasse.
Viele Lofts am Schottenfeld liegen in Werkstatttrakten mit hohen Fenstern; wo es einen Lastenaufzug gibt, nutzen wir ihn, sonst tragen wir über die Hofstiege. Bei Studienkopien geben Leinwandstempel von Malbedarfshändlern, Kopistenvermerke oder mitunter ein Museumsstempel auf dem Keilrahmen Auskunft über Entstehung und Alter. Fotos erreichen uns über WhatsApp oder das Anfrageformular, der Termin vor Ort ist kostenlos; danach erhalten Sie ein Angebot.
Was in Neubau häufig auftaucht
- Kabinettbilder und Bildnisse des späten 18. Jahrhunderts – Bürgerhäuser der Seidenfabrikanten am Schottenfeld
- Studienkopien nach Galeriebildern – Künstler- und Atelierhaushalte in alten Gewerbehöfen
- Bildnisse der Wiener Akademie um 1800 – Biedermeierhaushalte am Spittelberg und in St. Ulrich
Mit Bezug zu Neubau
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 7. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Objektgruppen
- Altdeutsche Tafelbilder
- Flämische Landschaftsbilder
- Niederländische Bauern- und Wirtshausszenen
- Holländische Landschaften und Marinen
- Barocke Stillleben
- Venezianische Veduten
- Römische Ruinenbilder und Capricci
- Barocke Bildnisse
- Andachts- und Altarbilder
- Ölskizzen und Bozzetti des Barock
- Mythologische und allegorische Gemälde
- Schlachten- und Reiterbilder
- Tierstücke der Wiener Hofmaler
- Kabinettbilder auf Kupfer
- Kabinettbilder des Wiener Rokoko
- Supraporten und Dekorationsbilder
- Werkstattrepliken und alte Kopien
- Pendants und Bildpaare
- Bildnisse der Wiener Akademie um 1800
- Österreichische Landschaften des 18. Jahrhunderts
- Barocke Bilderrahmen
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.
Künstler
80
- Rueland Frueauf d. Ä.um 1440–1507
- Michael Pacherum 1435–1498
- Albrecht Altdorferum 1480–1538
- Wolf Huberum 1485–1553
- Lucas Cranach d. Ä.1472–1553
- Lucas Cranach d. J.1515–1586
- Bernhard Strigelum 1460–1528
- Jakob Seisenegger1505–1567
- Giuseppe Arcimboldo1526–1593
- Bartholomäus Spranger1546–1611
- Hans von Aachen1552–1615
- Roelant Savery1576–1639
- Pieter Bruegel d. Ä.um 1525/30–1569
- Pieter Brueghel d. J.1564/65–1637/38
- Jan Brueghel d. Ä.1568–1625
- Jan Brueghel d. J.1601–1678
- Joos de Momper1564–1635
- Frans Francken d. J.1581–1642
- David Teniers d. J.1610–1690
- Adriaen Brouwer1605/06–1638
- Peter Paul Rubens1577–1640
- Anthonis van Dyck1599–1641
- Jacob Jordaens1593–1678
- Frans Snyders1579–1657
- Jan van Goyen1596–1656
- Jacob van Ruisdael1628/29–1682
- Salomon van Ruysdaelum 1600/03–1670
- Adriaen van Ostade1610–1685
- Rembrandt Harmensz. van Rijn1606–1669
- Jan Steen1626–1679
- Philips Wouwerman1619–1668
- Canaletto1697–1768
- Bernardo Bellotto1722–1780
- Francesco Guardi1712–1793
- Giovanni Battista Tiepolo1696–1770
- Luca Giordano1634–1705
- Pompeo Batoni1708–1787
- Angelika Kauffmann1741–1807
- Giovanni Paolo Panini1691–1765
- Giovanni Battista Piranesi1720–1778
- Peter Strudel1660–1714
- Johann Michael Rottmayr1654–1730
- Martino Altomonte1657–1745
- Bartolomeo Altomonte1694–1783
- Daniel Gran1694–1757
- Paul Troger1698–1762
- Franz Anton Maulbertsch1724–1796
- Martin Johann Schmidt1718–1801
- Johann Georg Platzer1704–1761
- Franz Christoph Janneck1703–1761
- Martin van Meytens1695–1770
- Franz Anton Palko1717–1766
- Johann Georg de Hamilton1672–1737
- Philipp Ferdinand de Hamilton1664–1750
- Franz de Paula Ferg1689–1740
- Anton Faistenberger1663–1708
- Christian Hilfgott Brand1694/95–1756
- Johann Christian Brand1722–1795
- Heinrich Friedrich Füger1751–1818
- Johann Baptist Lampi d. Ä.1751–1830
- Carlo Carlone1686–1775
- Hans Burgkmair d. Ä.1473–1531
- Hans Holbein d. J.1497/98–1543
- Rueland Frueauf d. J.um 1470–nach 1545
- Johann Baptist Drechsler1756–1811
- Albrecht Dürer1471–1528
- Hendrick Goltzius1558–1617
- Josef Grassi1757–1838
- Hans Baldung Grien1484/85–1545
- Joseph Hickel1736–1807
- Augustin Hirschvogel1503–1553
- Wenzel Hollar1607–1677
- Laurenz Janscha1749–1812
- Salomon Kleiner1700–1761
- Andrea Pozzo1642–1709
- Prinz Eugen von Savoyen1663–1736
- Jacob Matthias Schmutzer1733–1811
- Martin Schongauerum 1450–1491
- Carl Schütz1745–1800
- Johann Ziegler1749–1802
Manufakturen & Marken
3
- Wiener Porzellanmanufaktur1718–1864
- KPM Berlinseit 1763
- Meissenseit 1710
Epochen & Stile
11
- Gotikum 1230–1500
- Spätgotikum 1430–1530
- Donauschuleum 1500–1550
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Manierismusum 1520–1620
- Frühbarockum 1600–1680
- Hochbarockum 1680–1730
- Wiener Barockum 1683–1740
- Spätbarockum 1730–1770
- Rokokoum 1730–1770
- Klassizismusum 1770–1840
Fragen zu Alte Meister
Was bedeuten Siegel und Nummern auf der Rückseite?
Lacksiegel stammen oft von Adelssammlungen, Zollämtern oder Verlassenschaftsverfahren, Kreidenummern und Etiketten von Auktionen und Ausstellungen. Sie gehören zur Provenienz und sollten nicht entfernt werden. Fotografieren Sie die Rückseite deshalb vollständig.
Kaufen Sie auch Bilder mit Rissen oder Löchern?
Ja, sofern Motiv und Malschicht eine Restaurierung rechtfertigen. Ein Riss in der Leinwand oder eine gesprungene Tafel kommt bei Bildern dieses Alters häufig vor und schließt einen Ankauf nicht aus.
Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?
Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.
Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?
Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.
Alte Meister in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Neubau
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Antike Möbel
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
- Schmuck & Juwelen
- Armbanduhren
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- Musikinstrumente
- Grammophone, Radios, Kameras & Technik
- Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
- Dosen, Miniaturen & Objets de vertu
- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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