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Münzen & Medaillen im 7. Bezirk, 1070 Wien

Münzen, Münzschmuck und Biedermeiergeld aus Neubau

Seidenfabrikanten am Brillantengrund, Silberschmiede in den Gewerbehöfen und das Biedermeier-Ensemble am Spittelberg: Neubau bringt Konventionsmünzen und gefasste Dukaten hervor.

Um 1800 brachte die Seidenweberei den Fabrikanten am Schottenfeld so viel Wohlstand, dass das Viertel „Brillantengrund“ hieß. Aus dieser Zeit stammen Konventionstaler, Zwanziger und Kreuzer, die in Familien über Generationen weitergegeben wurden. Später zogen Silberschmiede in die Höfe; gefasster Münzschmuck, Broschen und Anhänger mit Dukaten oder Kronen, gehört zu den Arbeiten solcher Werkstätten. In Lofts und Ateliers der Kreativwirtschaft wiederum finden sich Erbschaften, die von außerhalb des Bezirks mitgebracht wurden, meist Silberschillinge und Gedenkmünzen.

Für einige Zeit in den späten 1820ern stand der Tandelmarkt am Spittelberg, dessen Biedermeierhäuser in Spittelberggasse, Gutenberggasse und Schrankgasse erhalten sind. Raumensembles dieser Jahre zeigt das Hofmobiliendepot in der Andreasgasse. Johann Strauss (Sohn) kam 1825 und Joseph Lanner 1801 in St. Ulrich zur Welt; Porträtmedaillen auf Komponisten der Walzerzeit gehören zu den Wiener Medaillen, die man hier erwarten kann. Der Straßenflohmarkt in der Neubaugasse bietet regelmäßig auch Münzen an.

Bei Münzschmuck bewerten wir Fassung und Münze getrennt: Lötstellen und Ösen mindern den Sammlerwert, das Gold bleibt erhalten. Konventionsmünzen aus dem Vormärz bitte nicht reinigen, sonst verschwinden feine Details. Werkstattnachlässe aus den Höfen am Schottenfeld können lose Münzen enthalten, die zum Fassen gedacht waren; wir sichten sie mit dem übrigen Bestand. Lofts mit Lastenlift sind leicht erreichbar, Biedermeierhäuser am Spittelberg haben schmale Stiegen.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Konventionstaler, Zwanziger und Kreuzer – Familien der Seidenfabrikanten am Brillantengrund.
  • Gefasste Dukaten und Kronen als Münzschmuck – Gold- und Silberschmiede in den Gewerbehöfen.
  • Porträtmedaillen auf Komponisten der Walzerzeit – Strauss und Lanner wurden in St. Ulrich geboren.

Mit Bezug zu Neubau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 7. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

12

Manufakturen & Marken

4

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

11

Fragen zu Münzen & Medaillen

Was ist ein Maria-Theresien-Taler wert?

Die meisten Taler mit der Jahreszahl 1780 sind Nachprägungen und werden nach Silbergewicht bewertet. Originale mit früheren Jahreszahlen aus der Regierungszeit Maria Theresias sind gesucht und werden nach Jahrgang, Münzstätte und Erhaltung bewertet.

Kaufen Sie Schilling-Gedenkmünzen?

Ja. Silbergedenkmünzen zu 25, 50, 100 und 500 Schilling werden mindestens nach Silbergehalt bewertet. Ausgaben in Polierter Platte mit Originaletui und seltene Jahrgänge können darüber liegen.

Lohnt sich der Verkauf einer alten Münzsammlung im Album?

Oft ja. Wir sichten das Album vollständig, bestimmen gesuchte Stücke einzeln und bewerten den Rest nach Material und Menge. Lösen Sie die Münzen bitte nicht heraus.

Kaufen Sie antike Münzen?

Ja, wenn die Herkunft nachvollziehbar ist, etwa aus einer alten Familiensammlung mit Belegen oder aus dem Handel. Funde aus dem Boden sind meldepflichtig und können nicht angekauft werden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.