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Militaria, Orden & Uniformen im 7. Bezirk, 1070 Wien

Neubauer Militaria: Stiftskaserne, Posamenten, Offiziersporträts

Feldbinden und Portepees sind Posamentierarbeit, und am Schottenfeld war die Seidenweberei zu Hause. Dazu kommen Offiziersbildnisse aus Biedermeierhaushalten.

Zwei- bis dreigeschoßige Biedermeierhäuser prägen Spittelberg und St. Ulrich, und am Schottenfeld haben viele Höfe noch die hohen Werkstatttrakte der Seidenweber. Haushalte, die hier über Generationen lebten, bewahren Porträtminiaturen von Offizieren, Säbel, Tschakoschilder und Erinnerungsblätter. In den Gewerbehöfen tauchen außerdem Musterkarten und Restbestände von Posamenten auf, darunter Borten, Quasten und Metallgespinste, wie sie für Uniformen gebraucht wurden. Lofts und Ateliers in alten Fabriken bringen dagegen eher gesammelte Militaria als Erbstücke.

Das Schottenfeld war um 1800 ein Zentrum der Seidenzeugmacher, sein Wohlstand trug ihm den Namen „Brillantengrund“ ein. Feldbinden, Portepees und Achselschnüre in Gold und Schwarz sind Posamentierarbeit, ein Handwerk, das eng mit der Seidenweberei verbunden war. Porträtminiaturen und Bildnisse der Biedermeierzeit zeigen Infanterieoffiziere meist im weißen Waffenrock, der bis in die 1860er-Jahre getragen wurde. Die Stiftskaserne an der Mariahilfer Straße beherbergt heute die Landesverteidigungsakademie, in ihrem Hof steht ein Flakturm von 1943/44.

Posamenten aus Gold- und Silbergespinst laufen dunkel an; bitte nicht putzen, die Patina kann zeigen, dass es sich um echtes Metallgespinst handelt. Porträtminiaturen im Rahmen lassen, damit Rückseitenbeschriftungen erhalten bleiben. Bei Werkstattbeständen aus dem Schottenfeld sehen wir bei der Besichtigung Lade für Lade durch. Für Sie entstehen dabei keine Kosten, auch wenn wir mehrere Stunden brauchen.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Feldbinden, Portepees und Achselschnüre – Posamentierhandwerk im Umfeld der Seidenweberei am Schottenfeld
  • Porträtminiaturen von Offizieren im weißen Waffenrock – Biedermeierhaushalte am Spittelberg und in St. Ulrich
  • Tschakoschilder und Erinnerungsblätter – Familienbesitz in den Altbauten von St. Ulrich

Mit Bezug zu Neubau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 7. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Militaria, Orden & Uniformen

Was ist mit alten Gewehren und Pistolen aus dem Nachlass?

Schusswaffen dürfen nur über befugte Waffenhändler veräußert werden. Wir vermitteln den Kontakt und kümmern uns um Blankwaffen, Uniformen und Orden aus demselben Nachlass.

Kaufen Sie Militaria aus der Zeit von 1938 bis 1945?

Gegenstände mit NS-Propagandacharakter und NS-Devotionalien kaufen wir nicht. Militaria der Monarchie, der Ersten Republik und der Zweiten Republik bewerten wir gerne.

Wie bewerten Sie einen Militärnachlass?

Wir sichten Orden, Urkunden, Uniformen, Fotos und Dokumente vollständig, halten Zusammenhänge fest und machen ein Angebot für die Gruppe oder einzelne Stücke. Familienpapiere ohne Sammlerwert geben wir selbstverständlich zurück.

Woran erkenne ich, ob ein Orden echt ist?

Hinweise sind Herstellerangabe, Punzen, Qualität des Emails, Gewicht und Aufhängung. Weil auch gute Kopien existieren, prüfen wir jedes Stück mit Lupe, Waage und Vergleichsstücken aus der Fachliteratur.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.