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Wiener Bronzen im 7. Bezirk, 1070 Wien

Wiener Bronzen aus Neubau: die Werkstatt Auböck in der Bernardgasse

In der Bernardgasse fertigte Karl Heinrich AuböckWiener Bronzen, aus seiner Werkstatt ging die Werkstätte Carl Auböck hervor – Neubau ist ein Herkunftsort der Gattung.

Die Gewerbehöfe am Schottenfeld, ursprünglich für die Seidenweberei gebaut, nahmen im 19. Jahrhundert Drucker, Tischler und Silberschmiede auf; viele Werkstatttrakte mit hohen Fenstern stehen noch. Am Spittelberg und in St. Ulrich prägen Biedermeierhäuser das Bild, an Neubaugasse und Kirchengasse Gründerzeitwohnungen. Familien, die hier über Generationen lebten, haben häufig Erzeugnisse der Bezirkswerkstätten im Schrank: Briefbeschwerer, Schalen und Garderoben aus Messing, daneben kaltbemalte Tiere aus der Zeit vor 1914.

Karl Heinrich Auböck betrieb in der Bernardgasse eine Werkstatt für Wiener Bronzen; die Familie arbeitet dort seit 1912, und aus dem Betrieb ging die Werkstätte Carl Auböck mit ihren Objekten aus Messing, Holz und Leder hervor. Johann Baptist Hagenauer, Bildhauer des 18. Jahrhunderts und nicht mit der Werkstätte Hagenauer zu verwechseln, ist mit dem Altar der Schottenfelder Pfarrkirche vertreten. Vor dem Volkstheater steht Josef Müllners Hansi-Niese-Denkmal von 1938; das Hofmobiliendepot in der Andreasgasse zeigt Raumensembles des Wiener Empire und Biedermeier.

Werkstattnachlässe in Neubau enthalten mitunter Modelle, Halbfabrikate und Musterkarten; sie haben eigenen Wert und sollten nicht entsorgt werden, bevor wir sie gesehen haben. Bei Auböck-Objekten hilft ein Foto des eingeschlagenen Stempels, bei kaltbemalten Tieren eine Aufnahme der Bemalung im Tageslicht. Im Spittelberg-Ensemble sind die Gassen schmal und Halteplätze knapp; den Zugang zur Wohnung planen wir vorab mit Ihnen.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Messingobjekte der Werkstätte Carl Auböck – Briefbeschwerer, Schalen, Garderoben aus der Bernardgasse
  • Wiener Bronzen aus der Werkstatt Karl Heinrich Auböcks – Vorläufer der späteren Werkstätte
  • Werkstattinventar mit Modellen und Halbfabrikaten – Gewerbehöfe am Schottenfeld

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Meine Figur hat keine Marke – ist sie trotzdem echt?

Das ist gut möglich, denn viele Wiener Bronzen sind ungemarkt, weil Werkstätten für Händler arbeiteten oder kleine Stücke keinen Platz boten. Entscheidend sind Guss, Ziselierung und Bemalung.

Soll ich die Figur reinigen oder nachmalen lassen?

Nein. Abrieb der originalen Bemalung mindert weniger als eine Übermalung. Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel entfernen, Wasser und Reinigungsmittel lösen die Kaltbemalung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.