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Volkskunst & Krippen im 20. Bezirk, 1200 Wien

Kirchtag und Zither: Volkskunst aus der Brigittenau

Um die Brigittakapelle wuchs ein Kirchtag, den Grafiker des 18. und 19. Jahrhunderts gern zeichneten; Gemeindebauten und Altmieterwohnungen bewahren Krippen und Andachtsbilder.

Lange war die Brigittenau kaum besiedeltes Augebiet; erst Donauregulierung, Nordwestbahnhof und Hafenanlagen am Handelskai machten sie ab den 1870er-Jahren zum Arbeiterviertel. Viele Familien kamen vom Land und aus den Kronländern und brachten Heiligenbilder, Wallfahrtsandenken und Papierkrippen mit, die in den Zimmer-Küche-Wohnungen um Wallensteinplatz und Hannovermarkt hingen. In den Kellerabteilen der Gemeindebauten lagern Weihnachtskisten mit Krippenfiguren, Christbaumschmuck und Wachsstöcken aus mehreren Jahrzehnten.

Nachdem 1645 schwedische Truppen Wien bedroht hatten, stiftete Erzherzog Leopold Wilhelm die Brigittakapelle, die 1651 fertig war; um sie wuchsen Gasthäuser und ein Kirchtag, den Kupferstecher und Lithografen oft darstellten. Die neugotische Brigittakirche am Brigittaplatz entwarf später Friedrich von Schmidt. 1906 wurde hier Anton Karas geboren, der mit der Zithermusik zu „Der dritte Mann“ berühmt wurde; die Zither stammt aus der alpenländischen Volksmusik.

Druckgrafik mit dem Brigittenauer Kirchtag, Krippenbögen und Andachtsbilder fotografieren Sie samt Rand und Rückseite, denn Verlagsangaben und Plattenrand verraten Druckzeit und Auflage. Weihnachtskisten aus dem Kellerabteil sortieren wir bei Ihnen vor Ort: Christbaumschmuck auf die eine Seite, Krippenfiguren auf die andere. Die Besichtigung ist kostenlos; Restbestände räumt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Druckgrafik mit dem Brigittenauer Kirchtag – Volksfestmotiv des 18. und 19. Jahrhunderts
  • Heiligenbilder und Papierkrippen – Familien vom Land und aus den Kronländern
  • Krippenfiguren und Wachsstöcke – Weihnachtskisten in Kellerabteilen der Gemeindebauten

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.