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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 20. Bezirk, 1200 Wien

Kirchtag und Donau: Gemälde des 19. Jahrhunderts aus der Brigittenau

Kirchtagsszenen, Donaulandschaften und Gründerzeitbilder aus Altmieterwohnungen um Wallensteinplatz und Hannovermarkt – Ankauf mit Besichtigung im 20. Bezirk.

Die Brigittenau wurde bis 1914 gründerzeitlich verbaut; Zinshäuser mit Zimmer-Küche-Wohnungen prägen die Viertel um Wallensteinplatz und Hannovermarkt, viele Fassaden tragen Stuck mit Jugendstildekor. Altmieterwohnungen bewahren mitunter die Erstausstattung mit Kredenzen, Küchenkästen und Bildern aus der Zeit um 1900: Landschaften, Donauansichten und Genrebilder kleiner Formate. Ältere Schichten sind selten, weil das Augebiet nördlich der Leopoldstadt bis zur Donauregulierung 1870–1875 kaum besiedelt war.

Ein Bildthema hat der Bezirk dennoch früh geliefert. Als Dank für die Abwehr der Schweden stiftete Erzherzog Leopold Wilhelm 1645 eine Kapelle, die Brigittakapelle; rund um sie wuchs ein Volksfest, der Kirchtag, den Grafiker und Genremaler im 18. und 19. Jahrhundert gern darstellten. Franz Grillparzers Erzählung „Der arme Spielmann“ beginnt auf diesem Kirchtag. Friedrich von Schmidt baute 1867–1873 die neugotische Brigittakirche am Brigittaplatz, in einer Zeit, als Nordwestbahnhof und Handelskai den Bezirk zum Arbeiterviertel machten.

Im Keller des Winarskyhofs oder des Friedrich-Engels-Platz-Hofs hat jede Partei ihr Abteil, und dort lagert Hausrat mehrerer Jahrzehnte; Bilder stecken dort zwischen Spielzeug und Haushaltsgeräten. Zur Besichtigung gehört auch das Abteil, halten Sie den Schlüssel bitte bereit. In den sanierten Gründerzeithäusern gibt es teils Lifte, in vielen Altbaustiegen nicht. Fotos von Bild und Rückseite erleichtern die Ersteinschätzung; den vereinbarten Betrag gibt es bar oder per Überweisung.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Kirchtags- und Volksfestszenen – Brigittenauer Kirchtag als Motiv des 18. und 19. Jahrhunderts.
  • Donaulandschaften und Genrebilder kleiner Formate – Erstausstattung von Altmieterwohnungen um 1900.

Mit Bezug zu Brigittenau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 20. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.