Das Inro ist ein flacher, meist ovaler Behälter aus mehreren ineinandergesteckten Fächern, die eine Schnur seitlich zusammenhält. Ursprünglich für Siegel und Medizin gedacht, wurde es in der Edo-Zeit zum Prestigeobjekt. Auf einen Holz- oder Papierkern legten Lackmeister Schicht um Schicht, verziert mit Maki-e in Gold und Silber, Einlagen aus Perlmutt und Metall oder geschnitztem Rotlack. Die Schnur wird von einer Perle, dem Ojime, verschlossen und endet im Netsuke. Bekannte Lackmeisterfamilien wie die Kajikawa signierten am Boden.
Den Wert bestimmen Lackqualität, Erhaltung und die Zusammengehörigkeit von Inro, Ojime und Netsuke, die oft später kombiniert wurden. Die Fächer sollten sich passgenau schließen, die Innenseiten sind bei guten Stücken in Nashiji-Goldlack ausgeführt. Risse in den Lackschichten, abgeriebene Kanten und Feuchtigkeitsschäden mindern den Wert. Exportinro des späten 19. Jahrhunderts sind leichter und weniger fein, aber ebenfalls gefragt. Originale Holz- oder Lackkästen erhöhen das Interesse.
Woran man es erkennt
- Inro mit Maki-e in Gold
- Inro mit Perlmutteinlagen
- Garnituren mit Ojime und Netsuke
- Signierte Lackmeisterarbeiten
- Nashiji-Goldlack im Inneren
- Inro aus Rotlack
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