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Asiatika im 21. Bezirk, 1210 Wien

Asiatika aus Floridsdorf: Erbstücke zwischen Presshaus und Gemeindebau

In Winzerhäusern, Siedlungen und Gemeindebauten Floridsdorfs liegen Asiatika meist als Erbstück oder Andenken. Feuchte Keller sind ihr größtes Risiko.

Floridsdorf hat fast alles, was Wien an Wohnformen kennt: Winzerhäuser mit Presshaus in Stammersdorf und Strebersdorf, die Großfeldsiedlung der 1960er-Jahre, Karl-Seitz-Hof und Schlingerhof, Gründerzeithäuser rund um Am Spitz, Kleingärten an der Alten Donau. Asiatika kommen in diese Haushalte über Erbschaft, Geschenk oder Reise: Satsuma-Vasen der Großeltern, ein Teeservice mit Geisha-Lithophanie, Cloisonné, Rollbilder. Familien der Lokomotivfabrik und der Lohner-Werke bewahrten solche Stücke über Jahrzehnte.

Eine eigene Ostasien-Geschichte hat der Bezirk nicht; seine Bestände spiegeln, was in Wien allgemein gekauft und verschenkt wurde. Im Mautner-Schlössl hat das Bezirksmuseum seinen Sitz, in Jedlesee erinnert eine Gedenkstätte an Beethoven. Wer erbt, kennt die Herkunft der Stücke oft nicht mehr – gerade dann helfen Marke, Material und Machart bei der Einordnung. Ein Teller mit sechs blauen Zeichen am Boden kann Exportware des 20. Jahrhunderts sein oder Qing-Porzellan; Scherben und Malweise entscheiden.

Lackarbeiten und Rollbilder aus Kellern und Presshäusern in Stammersdorf sind oft feucht geworden; lagern Sie sie trocken, aber nicht in der Sonne, bis wir kommen. Kleingartenhäuser und Siedlungshäuser sehen wir samt Dachboden an. Gerahmte Seidenbilder bitte im Rahmen lassen. Was keinen Sammlerwert hat, bleibt im Haus; den restlichen Hausrat räumt auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Satsuma-Vasen und Geisha-Service – Erbstücke in Familien der Lokomotivfabrik und der Lohner-Werke
  • Rollbilder und Lackarbeiten – oft feuchtigkeitsgeschädigt aus Kellern und Presshäusern
  • Cloisonné und Reiseandenken – Kleingartenhäuser und Großfeldsiedlung

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Woran erkenne ich einen originalen japanischen Holzschnitt?

Originaldrucke zeigen unter der Lupe keine Rasterpunkte, sondern Holzmaserung und satte, leicht unregelmäßige Farbflächen. Das Papier ist weich und faserig, oft mit Blindprägung. Siegel von Verleger und Zensor helfen bei der Datierung; spätere Nachdrucke sind häufig, aber ebenfalls nicht wertlos.

Haben Satsuma- und Imari-Vasen aus der Großelternzeit Wert?

Das hängt von der Qualität ab. Meiji-Exportware ist häufig; fein gemalte Satsuma aus Werkstätten wie Kinkozan oder Yabu Meizan und große Imari-Paare sind dagegen gesucht. Auf Fotos lässt sich das meist schon unterscheiden.

Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?

Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.

Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?

Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.