Bronzegefäße begleiten die chinesische Kultur seit der Shang-Zeit. Archaische Ritualbronzen sind Bodenfunde und unterliegen strengen Provenienzanforderungen; in Wiener Beständen begegnen dagegen meist spätere Arbeiten. Ab der Ming-Dynastie entstanden Weihrauchbrenner in archaisierenden Formen, häufig mit der Marke des Kaisers Xuande, die über Jahrhunderte kopiert wurde. Dazu kommen Vasen mit Gold- und Silbertauschierung, Spiegel, Tierfiguren als Briefbeschwerer und Gefäße für Altäre. Die braune, oft goldgesprenkelte Patina war von Anfang an gewollt. Viele Stücke kamen im 19. Jahrhundert als Andenken nach Europa.
Für die Bewertung zählen Guss, Gewicht, Patina und Details wie Henkel und Füße. Spätere Stücke wirken leichter und weicher in den Konturen, ihre Patina ist oft chemisch erzeugt. Xuande-Marken sind fast immer apokryph; die tatsächliche Entstehungszeit ergibt sich aus Machart und Stil. Archaische Bronzen übernehmen wir nur mit lückenlos belegter Herkunft aus einer alten Sammlung. Originale Holzdeckel und Sockel gehören zum Stück.
Woran man es erkennt
- Weihrauchbrenner mit Xuande-Marke
- Vasen mit Gold- und Silbertauschierung
- Bronzespiegel
- Tierfiguren und Briefbeschwerer
- Altargefäße der Ming-Zeit
- Originale Holzdeckel und Sockel
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