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Asiatika im 6. Bezirk, 1060 Wien

Asiatika aus Mariahilf: Ateliers, Salons und Naschmarkt

Grafiker und Fotografen in Dachateliers sammelten japanische Holzschnitte, die Salons an der Wienzeile trugen Paravents und Vasen. Am Naschmarkt wird bis heute gehandelt.

In Gumpendorfer Dachateliers und Hoftrakten arbeiten Grafiker, Fotografen und Architekten in früheren Werkstätten; ihre Vorgänger um 1900 hatten japanische Farbholzschnitte als Vorbild an der Wand. Die Straßentrakte an Wienzeile und Mariahilfer Straße mit ihren hohen Zimmern boten Paravents, Bodenvasen und Lackmöbeln Platz. In Verlassenschaften trifft beides aufeinander: eine Mappe mit Ukiyo-e im Atelier, ein Paar Imari-Vasen im Salon, dazu Musterbücher und Werkzeug aus der alten Werkstatt.

Japanische Holzschnitte von Hokusai, Hiroshige oder Utamaro waren für die Künstler der Wiener Moderne Anschauungsmaterial; das MAK sammelte sie früh. Flächiges Ornament, wie es der Japonismus angeregt hatte, tragen auch die Fassaden von Majolikahaus und Medaillonhaus, die Otto Wagner 1898/99 errichtete. Der Naschmarkt, nach der Einwölbung des Wienflusses über das Flussbett erweitert, und der Flohmarkt an der Kettenbrückengasse sind seit Jahrzehnten Orte, an denen Asiatika den Besitzer wechseln.

Holzschnitte bitte nicht aus Passepartouts lösen: Wir prüfen Papier, Druckbild und Siegel unter der Lupe, denn Offsetdrucke zeigen Rasterpunkte, Originale die Maserung des Holzstocks. Paravents und Bodenvasen aus Wohnungen an der Wienzeile tragen wir über die Stiege, die in vielen Gründerzeithäusern schmal ist. Die Besichtigung kostet nichts; das Angebot nennt jedes Stück einzeln.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Japanische Farbholzschnitte – Atelier- und Grafikernachlässe in Gumpendorfer Hoftrakten
  • Paravents, Bodenvasen und Lackmöbel – hohe Straßenwohnungen an der Linken Wienzeile
  • Imari- und Satsuma-Vasen – Salondekoration großbürgerlicher Haushalte an der Mariahilfer Straße

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Haben Satsuma- und Imari-Vasen aus der Großelternzeit Wert?

Das hängt von der Qualität ab. Meiji-Exportware ist häufig; fein gemalte Satsuma aus Werkstätten wie Kinkozan oder Yabu Meizan und große Imari-Paare sind dagegen gesucht. Auf Fotos lässt sich das meist schon unterscheiden.

Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?

Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.

Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?

Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.

Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?

Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.