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Netsuke

Japanische Gürtelknebel aus Holz, Horn und anderen Materialien, geschnitzt vor allem in der Edo- und Meiji-Zeit.

Weil der Kimono keine Taschen hat, trugen Männer der Edo-Zeit kleine Behälter an einer Schnur, die hinter dem Gürtel durchgezogen und mit einem Knebel gesichert wurde: dem Netsuke. Daraus entwickelte sich eine Schnitzkunst eigenen Rangs. Netsuke stellen Tiere des Tierkreises, Figuren aus Sagen, Masken, Pflanzen und Alltagsszenen dar und bestehen aus Buchsbaum, Ebenholz, Hirschhorn, Walross- oder Eberzahn, Elfenbein und Lack. Formen sind die vollplastische Katabori, die runde Manjū und die lange Sashi. Viele Schnitzer signierten ihre Arbeiten an der Unterseite.

Echte Netsuke haben zwei Schnurlöcher, Himotoshi genannt, mit glatt abgegriffenen Kanten; ihre Oberflächen sind rundum ausgearbeitet und zeigen Tragespuren. Für den Wert zählen Schnitzer, Schule, Motiv und Feinheit, etwa eingelegte Augen und plastisch durchgearbeitete Details. Seit dem 20. Jahrhundert entstanden zahllose Exportstücke und Kopien, oft aus Kunstharz oder Knochen. Netsuke aus Elfenbein sind nur mit den gesetzlich vorgeschriebenen Nachweisen handelbar.

Woran man es erkennt

  • Katabori-Netsuke aus Buchsbaum
  • Tierkreisfiguren
  • Manjū und Masken-Netsuke
  • Netsuke aus Hirschhorn
  • Signaturen an der Unterseite
  • Abgegriffene Himotoshi

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.