Die Botschaftsgegend am Rennweg und das Fasanviertel haben eine Mieterschaft, die nach einigen Jahren weiterzieht. Wer in Peking, Tokio, Seoul oder Neu-Delhi stationiert war, hat oft Lackarbeiten, Bronzen, Holzschnitzereien, Rollbilder oder einen Paravent im Gepäck. Daneben stehen in Altbauwohnungen alteingesessener Familien chinesische Vasen und japanische Teller, die schon die Großeltern auf dem Wiener Markt erwarben. Erdberg und das Rochusviertel, mit kleineren Wohnungen, liefern eher Souvenirware.
Offiziere der k. u. k. Kriegsmarine brachten um 1900 Porzellan, Lack und Bronzen aus Ostasien nach Wien; das Heeresgeschichtliche Museum im Arsenal erinnert an die Marine der Monarchie. Botschaften und internationale Organisationen ziehen heute Fachleute aus der ganzen Welt in den Bezirk. Stücke aus solchen Haushalten sind häufig jüngere Arbeiten; dazwischen findet sich gelegentlich ein älteres Stück, das auf einem lokalen Markt in Asien gekauft wurde.
Haben Sie Kaufbelege, Ausfuhrbescheinigungen oder Zollpapiere, bringen Sie sie zur Besichtigung; sie belegen Erwerb und Herkunft. Bei Elfenbein, Schildpatt, Koralle, Nashornhorn und Helmhornvogel gelten Artenschutzregeln, ohne Nachweis ist kein Ankauf möglich. Wird eine Botschaftswohnung zu einem festen Termin übergeben, planen wir danach; bruchsichere Verpackung für Porzellan bringen wir mit. Paravents und große Lackmöbel messen wir vor Ort und planen den Transport über das Stiegenhaus.
Was in Landstraße häufig auftaucht
- Lackarbeiten, Paravents und Rollbilder – Haushalte von Diplomaten mit Stationen in Ostasien
- Bronzen und Holzschnitzereien – Mitbringsel aus Auslandsposten; Material und Artenschutz werden geprüft
- Chinesische Vasen und japanische Teller – alteingesessene Familien im Fasanviertel
Objektgruppen
- Ming-Porzellan
- Qing-Porzellan
- Chinesisches Exportporzellan
- Monochromes Porzellan und Seladon
- Cloisonné-Arbeiten
- Jadeschnitzereien
- Snuff Bottles
- Objekte vom Gelehrtentisch
- Chinesische Bronzen
- Bronze-Buddhas
- Tibetische Ritualobjekte
- Thangkas
- Rollbilder
- Lackarbeiten aus China und Japan
- Chinesische Möbel und Paravents
- Seidengewänder und Rangabzeichen
- Netsuke
- Inro
- Okimono
- Ukiyo-e-Holzschnitte
- Satsuma-Keramik
- Imari- und Kakiemon-Porzellan
- Japanisches Exportporzellan
- Japanische Bronzen der Meiji-Zeit
- Tsuba und Schwertbeschläge
- Indische Miniaturmalerei
- Skulptur aus Süd- und Südostasien
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.
Künstler
3
- Raimund von Stillfried1839–1911
- Emil Orlik1870–1932
- Zao Wou-Ki1920–2013
Manufakturen & Marken
1
- Noritakeseit 1904
Epochen & Stile
7
- Ming-Dynastie1368–1644
- Qing-Dynastie1644–1911
- Edo-Zeit1603–1868
- Meiji-Zeit1868–1912
- Shōwa-Zeit1926–1989
- Chinoiserieum 1680–1790, Wiederbelebung im 19. Jahrhundert
- Japonismusum 1860–1920
Fragen zu Asiatika
Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?
Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.
Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?
Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.
Wie fotografiere ich Porzellan richtig?
Eine Gesamtansicht vor neutralem Hintergrund, dann den Boden mit Marke und Standring scharf und gerade von oben, schließlich Details der Malerei und jede Beschädigung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Glasur und Farben am besten.
Meine Vase hat eine Kaisermarke am Boden – ist sie damit alt?
Nicht unbedingt. Regierungsmarken wurden schon in der Qing-Zeit und massenhaft im 20. Jahrhundert nachgeahmt. Ob ein Stück zur Marke passt, zeigen Scherben, Glasur, Standring und Malerei; dafür brauchen wir scharfe Fotos des Bodens.
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Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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