Monochromes Porzellan und Seladon
Einfarbig glasierte Keramik und Porzellan Chinas: Seladon aus Longquan, Ochsenblutrot, Teestaubglasur und weißes Blanc de Chine aus Dehua.
Einfarbige Glasuren galten in China als höchste Form der Töpferkunst. Die Brennöfen von Longquan in Zhejiang lieferten seit der Song-Zeit grüne Seladone, die bis in die Ming-Dynastie massenhaft exportiert wurden. Unter Kangxi entstand das tiefrote Ochsenblut, im Westen Sang de bœuf genannt, ebenso Pfirsichblütenrot; unter Yongzheng und Qianlong kamen Teestaub-, Robin's-Egg- und Flambé-Glasuren hinzu, die oft ältere Ware nachahmten. In Dehua in Fujian brannte man ein elfenbeinweißes Porzellan, das Blanc de Chine, vor allem für Figuren der Guanyin und Räuchergefäße.
Bei Monochromen entscheidet die Glasur: Tiefe, gleichmäßiger Verlauf und charakteristische Merkmale wie der weiße Mündungsrand beim Ochsenblut. Kopien des 20. Jahrhunderts wirken häufig flach und zu glänzend, der Standring zu sauber. Blanc-de-Chine-Figuren des 17. und 18. Jahrhunderts zeigen eine warme, leicht durchscheinende Masse und fein modellierte Gewandfalten. Risse in der Glasur sind bei Seladon oft gewollt; Brüche und Klebungen dagegen mindern den Wert.
Woran man es erkennt
- Longquan-Seladon
- Ochsenblut- und Pfirsichblütenrot
- Teestaub- und Flambé-Glasuren
- Blanc-de-Chine-Figuren aus Dehua
- Guanyin-Figuren
- Monochrome mit Regierungsmarke
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