Satsuma-Keramik
Japanische Irdenware mit elfenbeinfarbener Krakeleeglasur und Goldmalerei, als Exportware der Meiji-Zeit in Europa verbreitet.
Satsuma bezeichnet ursprünglich Keramik aus der gleichnamigen Provinz im Süden Kyūshūs, deren Fürstenhaus Shimazu koreanische Töpfer angesiedelt hatte. Für die Weltausstellungen ab 1867 und den Export entstand eine Ware mit feinem Krakelee in Elfenbeinweiß, dicht bemalt mit Gold und Emailfarben. Bemalt wurde überwiegend in Kyoto, Osaka und Tokio, kaum in Satsuma selbst. Bekannte Werkstätten sind Kinkozan in Kyoto und Yabu Meizan in Osaka, dessen Miniaturmalerei Hunderte Figuren auf kleinster Fläche zeigt. In Wiener Wohnungen finden sich vor allem Vasen, Koros und Teeschalen.
Die Qualität schwankt stark: Massenware des frühen 20. Jahrhunderts zeigt grobe Malerei und viel flächiges Gold, Spitzenstücke eine Pinselführung, die man erst mit der Lupe ganz erfasst. Signaturen in Gold am Boden, oft mit dem Shimazu-Wappen, helfen bei der Zuordnung, sind aber auch auf späten Stücken zu finden. Abgeriebenes Gold, Haarrisse und Chips mindern den Wert. Vasenpaare und Stücke im Originalkasten sind gefragt.
Woran man es erkennt
- Vasen von Kinkozan
- Miniaturmalerei von Yabu Meizan
- Koros und Deckelgefäße
- Teeschalen und Tassen
- Vasenpaare mit Figurenmalerei
- Goldsignaturen mit Shimazu-Wappen
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