Asiatika im 22. Bezirk, 1220 Wien
Asiatika aus der Donaustadt: Haushalte rund um die UNO-City
Wer im Vienna International Centre arbeitet, hat oft Jahre in Asien verbracht. Herkunft und Artenschutz werden bei diesen Beständen geprüft.
In Kagran, Kaisermühlen und der Donau City leben viele Beschäftigte der UNO-Organisationen, deren Laufbahn mitunter über Peking, Bangkok, Delhi oder Tokio führte. Ihre Haushalte enthalten Lackarbeiten, Bronzen, Thangkas, Rollbilder, Seidenstickereien und Holzskulpturen aus Süd- und Südostasien, meist auf Märkten oder in Galerien gekauft. In den Einfamilienhäusern von Aspern, Essling und Breitenlee stehen dagegen Souvenirs und Exportporzellan, die Familien in den Jahrzehnten nach 1945 angeschafft haben.
Die UNO-City, ab 1973 nach Plänen Johann Stabers errichtet, und das Austria Center Vienna machen den Bezirk zum Sitz internationaler Organisationen. Damit kommen Bestände nach Wien, die nicht über den europäischen Handel, sondern direkt aus Asien stammen; ihnen fehlt die alte Sammlungsgeschichte, auf die chinesische Käufer achten, Kaufbelege ersetzen sie teilweise. Thangkas mit originaler Brokatmontierung und tibetische Ritualobjekte gehören zu den gesuchten Gruppen.
Kaufbelege, Ausfuhrgenehmigungen und Zollpapiere legen Sie bitte bereit; bei Elfenbein, Schildpatt, Koralle, Nashornhorn und Tierfellen gelten die Artenschutzregeln, bei archäologischen Stücken und Tempelgut prüfen wir die Provenienz. Wird ein Haushalt vor einer Versetzung aufgelöst, richten wir uns nach dem Umzugstermin. In Einfamilienhäusern sehen wir Haus, Keller und Garage an. Thangkas bitte nicht aus der Brokatmontierung lösen.
Was in Donaustadt häufig auftaucht
- Thangkas und tibetische Ritualobjekte – Haushalte im Umfeld der internationalen Organisationen
- Lackarbeiten, Bronzen und Skulptur aus Süd- und Südostasien – Mitbringsel aus Dienstorten; Herkunft und Artenschutz werden geprüft
- Exportporzellan und Souvenirs – Einfamilienhäuser in Aspern, Essling und Breitenlee
Objektgruppen
- Ming-Porzellan
- Qing-Porzellan
- Chinesisches Exportporzellan
- Monochromes Porzellan und Seladon
- Cloisonné-Arbeiten
- Jadeschnitzereien
- Snuff Bottles
- Objekte vom Gelehrtentisch
- Chinesische Bronzen
- Bronze-Buddhas
- Tibetische Ritualobjekte
- Thangkas
- Rollbilder
- Lackarbeiten aus China und Japan
- Chinesische Möbel und Paravents
- Seidengewänder und Rangabzeichen
- Netsuke
- Inro
- Okimono
- Ukiyo-e-Holzschnitte
- Satsuma-Keramik
- Imari- und Kakiemon-Porzellan
- Japanisches Exportporzellan
- Japanische Bronzen der Meiji-Zeit
- Tsuba und Schwertbeschläge
- Indische Miniaturmalerei
- Skulptur aus Süd- und Südostasien
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 22. Bezirk.
Künstler
3
- Raimund von Stillfried1839–1911
- Emil Orlik1870–1932
- Zao Wou-Ki1920–2013
Manufakturen & Marken
1
- Noritakeseit 1904
Epochen & Stile
7
- Ming-Dynastie1368–1644
- Qing-Dynastie1644–1911
- Edo-Zeit1603–1868
- Meiji-Zeit1868–1912
- Shōwa-Zeit1926–1989
- Chinoiserieum 1680–1790, Wiederbelebung im 19. Jahrhundert
- Japonismusum 1860–1920
Fragen zu Asiatika
Woran erkenne ich einen originalen japanischen Holzschnitt?
Originaldrucke zeigen unter der Lupe keine Rasterpunkte, sondern Holzmaserung und satte, leicht unregelmäßige Farbflächen. Das Papier ist weich und faserig, oft mit Blindprägung. Siegel von Verleger und Zensor helfen bei der Datierung; spätere Nachdrucke sind häufig, aber ebenfalls nicht wertlos.
Haben Satsuma- und Imari-Vasen aus der Großelternzeit Wert?
Das hängt von der Qualität ab. Meiji-Exportware ist häufig; fein gemalte Satsuma aus Werkstätten wie Kinkozan oder Yabu Meizan und große Imari-Paare sind dagegen gesucht. Auf Fotos lässt sich das meist schon unterscheiden.
Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?
Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.
Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?
Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.
Asiatika in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Donaustadt
- Alte Meister
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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