Imari- und Kakiemon-Porzellan
Japanisches Porzellan aus Arita, benannt nach dem Ausfuhrhafen Imari, mit Unterglasurblau, Eisenrot und Gold oder im zarten Kakiemon-Stil.
In Arita auf der Insel Kyūshū wurde seit dem frühen 17. Jahrhundert Porzellan gebrannt; verschifft wurde es über den Hafen Imari, der der Ware den Namen gab. Die Niederländische Ostindien-Kompanie brachte ab etwa 1660 große Mengen nach Europa. Typisch für Imari sind dicht gemusterte Teller und Vasen in Unterglasurblau, Eisenrot und Gold. Die Kakiemon-Werkstätten bemalten einen besonders weißen Scherben asymmetrisch und sparsam mit Wachteln, Tigern und Blüten; Meissen und andere europäische Manufakturen ahmten beide Stile nach.
Ältere Imari-Ware des 17. und 18. Jahrhunderts zeigt einen leicht grauen Scherben, Brennspuren am Boden und eine weiche Glasur, Ware des 19. Jahrhunderts eine glattere Oberfläche und oft eine Marke. Große Schüsseln, Deckelvasen und Paare sind gesucht. Chinesisches Imari, das den japanischen Stil kopierte, unterscheidet sich in Scherben und Rot. Haarrisse, abgeriebenes Gold und alte Bohrungen mindern den Wert. Europäische Nachahmungen tragen meist eine Manufakturmarke.
Woran man es erkennt
- Imari-Teller und Schüsseln
- Deckelvasen und Vasenpaare
- Kakiemon-Porzellan
- Arita-Ware des 17. und 18. Jahrhunderts
- Imari des 19. Jahrhunderts mit Marke
- Chinesisches Imari
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