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Künstler: Internationale Moderne

Fernand Léger

Maler, Grafiker, Filmemacher, 1881–1955, Argentan – Paris – Gif-sur-Yvette

Kubist der Maschinen und Arbeiter; das Buch „Cirque“ (1950) und posthume Editionen des Musée Léger in Biot prägen den Markt.

Fernand Léger stammte aus der Normandie, arbeitete als Architekturzeichner und kam 1900 nach Paris. Ab 1909 entwickelte er eine eigene Form des Kubismus aus Zylindern und Kegeln, die Kritiker „Tubismus“ nannten. Die Erfahrung des Ersten Weltkriegs führte ihn zu Maschinen- und Arbeiterbildern. 1924 drehte er den Film „Ballet mécanique“. 1940–1945 lebte er in den USA. Er starb 1955 in Gif-sur-Yvette; seine Witwe Nadia gründete 1960 das Musée Fernand Léger in Biot.

Légers Bilder zeigen Arbeiter, Akrobaten, Radfahrer und Bauarbeiter in klaren Konturen und leuchtenden Grundfarben, die die Formen überlagern. Die Druckgrafik umfasst Lithografien und Bücher; „Cirque“ erschien 1950 bei Tériade mit Farblithografien und handgeschriebenem Text. Er entwarf Mosaiken, Glasfenster, Wandteppiche und Keramiken, letztere in Biot ausgeführt. Für die Kirche Sacré-Cœur in Audincourt entwarf er Glasfenster. Die Keramiken entstanden ab 1949 in Biot mit seinem Schüler Roland Brice.

Die Druckgrafik verzeichnet Lawrence Saphire (1978); daneben gibt es zahlreiche posthume Editionen von Lithografien, Keramiken, Mosaiken und Teppichen, die Nadia Léger autorisierte. Sie tragen Nachlassstempel oder entsprechende Vermerke und sind von Werken zu Lebzeiten zu unterscheiden. Tafeln aus „Cirque“ werden häufig einzeln gerahmt angeboten. Plakate des Musée Léger sind Offsetdrucke.

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