Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Teppiche im 6. Bezirk, 1060 Wien

Teppiche aus Mariahilf: Haas-Weberei und Wienzeile-Salons

Die Weberei Philipp Haas & Söhne begann 1810 in Gumpendorf. In den hohen Wohnungen an der Linken Wienzeile liegen ihre Teppiche neben Persern und Kaukasiern.

Gumpendorf war ein Viertel der Seidenweber, Färber und Drechsler; viele Gewerbehöfe wurden später zu Wohnungen und Ateliers. An der Linken Wienzeile und der Gumpendorfer Straße stehen dagegen Gründerzeithäuser mit großbürgerlichen Straßenwohnungen, deren Salons Großformate tragen. In Verlassenschaften liegen hier gelegentlich Teppiche aus Wiener Fabrikation neben Orientteppichen, dazu Musterbücher und Stoffreste aus früheren Werkstätten. In den niedrigen Biedermeierhäusern am Magdalenengrund und in der Haydngasse passen eher Brücken und Kleinformate.

1810 nahm Philipp Haas in Gumpendorf die Weberei auf, aus der Philipp Haas & Söhne hervorging, einer der großen Wiener Hersteller von Möbelstoffen und Teppichen im 19. Jahrhundert. Den Salon Flöge statteten 1904 Hoffmann und Moser aus; Mosers Medaillons zieren Otto Wagners Haus Linke Wienzeile 38. Teppiche der Wiener Moderne, nach Entwürfen Hoffmanns oder Mosers gewebt, sind seltener als Perser, tauchen in Wienzeile-Wohnungen aber gelegentlich auf.

Teppiche von Haas tragen mitunter eingewebte Firmenzeichen oder Etiketten an der Rückseite; fotografieren Sie Ecken und Kanten genau. In Wohnungen an der Wienzeile ohne Lift tragen wir Großformate gerollt über die Stiege. Wer Wäsche, Restaurierung der Kanten oder eine Bewertung wünscht, wendet sich an Orientteppich Koppensteiner, Anschrift: Währinger Straße 67, 1090 Wien; den Ankauf übernehmen wir danach oder vorher, wie Sie wollen.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Teppiche und Möbelstoffe von Philipp Haas & Söhne – Weberei mit Gumpendorfer Ursprung von 1810
  • Salonteppiche und Großformate – Straßenwohnungen an Linker Wienzeile und Gumpendorfer Straße
  • Teppiche nach Entwürfen der Wiener Moderne – Umfeld von Salon Flöge und Wienzeile-Häusern

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Soll ich meinen Teppich vor dem Verkauf reinigen lassen?

Nein. Eine falsche Reinigung kann Farben ausbluten lassen und Fasern schädigen. Zeigen Sie uns den Teppich so, wie er ist; wenn eine Reinigung sinnvoll ist, erfolgt sie fachgerecht bei Orientteppich Koppensteiner.

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Kaufen Sie auch beschädigte Teppiche?

Ja, wenn die Substanz es rechtfertigt. Bei antiken und gesuchten Stücken lohnt eine Reparatur durch einen Fachbetrieb wie Koppensteiner; bei einfachen, stark abgetretenen Teppichen ist das oft nicht der Fall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.