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Klassische Fahrzeuge im 6. Bezirk, 1060 Wien

Fahrräder, Roller und Werkstattschilder aus Mariahilf

Die Mariahilfer Straße war die Ausfallstraße nach Schönbrunn und Westen; in Gumpendorfer Gewerbehöfen standen Werkstätten, deren Schilder und Werkzeuge heute gesammelt werden.

Gumpendorfer Gewerbehöfe, einst von Seidenwebern, Drechslern und Tischlern genutzt, beherbergten im 20. Jahrhundert auch Fahrrad- und Motorradwerkstätten. Aus ihren Beständen stammen Emailschilder, Werkzeug, Ersatzteile und Werbetafeln. In den Altbauten an der Linken Wienzeile liegen Prospekte, Betriebsanleitungen und Automobilia, in den Kellerabteilen Vespas, Lambrettas und Fahrräder. Umgebaute Ateliers unter dem Dach enthalten mitunter Motorradbekleidung, Helme und Rennsport-Memorabilia. Programme, Startnummern und Pokale sind darunter keine Seltenheit.

Einen Fahrzeughersteller hatte Mariahilf nicht; verbunden ist der Bezirk mit dem Thema über die Mariahilfer Straße, die sich als Ausfallstraße Richtung Schönbrunn und Westen zur Geschäftsstraße entwickelte; Kutschen, Fiaker, Pferdetramway und später Automobile prägten ihren Verkehr. Der Naschmarkt, über dem eingewölbten Wienfluss gewachsen, wurde mit Fuhrwerken und Lieferdreirädern beliefert. Der Flohmarkt an der Kettenbrückengasse ist Fundort für Automobilia. An ihrem Westende kreuzt die Mariahilfer Straße den Gürtel, an dem Otto Wagners Stadtbahn verläuft.

Vespas und Lambrettas aus Kellerabteilen sind oft unvollständig; bringen Sie lose Teile zur Besichtigung zusammen, sie gehören meist dazu. Emailschilder bitte nicht reinigen, Abplatzungen nicht ausbessern. In den engen Höfen Gumpendorfs prüfen wir, ob ein Roller über die Stiege oder durch die Durchfahrt hinausmuss. Den Termin legen wir nicht auf Samstag, wenn der Naschmarkt die Zufahrt erschwert.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Emailschilder und Werbetafeln – Fahrrad- und Motorradwerkstätten in Gumpendorfer Höfen
  • Vespas und Lambrettas – Kellerabteile der Gründerzeithäuser an Wienzeile und Gumpendorfer Straße
  • Motorradbekleidung und Helme – Nachlässe aus Ateliers unter dem Dach

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

1

Manufakturen & Marken

14

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

4

Fragen zu Klassische Fahrzeuge

Das Fahrzeug stammt aus einer Verlassenschaft – was brauchen Sie?

Den Nachweis, dass Sie über das Fahrzeug verfügen dürfen, etwa den Einantwortungsbeschluss oder eine Bestätigung des Gerichtskommissärs, dazu die vorhandenen Fahrzeugpapiere. Steht das Verfahren noch aus, klären wir das Vorgehen gemeinsam.

Kaufen Sie Fahrzeuge ohne Papiere?

Nur wenn Eigentum und Herkunft nachvollziehbar sind, etwa durch Verlassenschaftsunterlagen, alte Kaufverträge oder Fotos aus Familienbesitz, und die Rahmennummer unverändert ist. Bei Mopeds, Fahrrädern und Teilen ist das häufiger möglich als bei Automobilen. Wir besprechen das im Einzelfall.

Mein Moped steht seit Jahrzehnten im Keller – lohnt sich das?

Oft ja. Puch-, KTM- und Lohner-Fahrzeuge und Vespas sind gesucht, auch nicht fahrbereit. Bitte starten Sie den Motor nicht, bevor er geprüft wurde, und entfernen Sie keine Teile.

Muss das Fahrzeug fahrbereit sein?

Nein. Für Sammler zählen Originalität und Vollständigkeit oft mehr als die Funktion. Ein unrestaurierter Scheunenfund kann gefragter sein als ein laienhaft restauriertes Fahrzeug.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.