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Volkskunst & Krippen im 6. Bezirk, 1060 Wien

Mariahilf-Bilder und Wallfahrtsandenken aus Mariahilf

Der Bezirk trägt den Namen eines Gnadenbilds: Hinterglas- und Andachtsbilder nach dem Passauer Mariahilf hängen hier ebenso wie Krippen aus Gumpendorfer Vorstadthäusern.

Niedrige Vorstadthäuser des Biedermeier stehen noch am Magdalenengrund, einst Ratzenstadl genannt, und in Gumpendorf; ihr Hausrat stammt aus einer Zeit, in der Andachtsbilder, Hinterglasbilder und Wachsstöcke weit verbreitet waren. Gumpendorfer Höfe beherbergten einst Webstühle, Färbebottiche und Drechselbänke; in solchen Haushalten finden sich mitunter gedrechselte Kleinobjekte und Holzmodel. Aus großbürgerlichen Straßenwohnungen entlang der Wienzeile kommen Weihnachtskrippen mit geschnitzten Figuren, gelegentlich auch neapolitanische Krippenfiguren.

Namenspatron ist ein Gnadenbild: Die Barnabiten verehrten in ihrer Kirche eine Kopie des Passauer Mariahilfbildes. Dieses Motiv – Maria mit dem Kind, Wange an Wange – gehört zu den verbreiteten Themen der Hinterglasmalerei aus Sandl, Buchers und Augsburg und kehrt auf unzähligen Andachtsbildchen wieder. Emanuel Schikaneder ist am Papagenotor des Theaters an der Wien verewigt, und im Haydnhaus in der Haydngasse lebte Joseph Haydn von 1797 bis zu seinem Tod.

Votivtafeln und Andachtsbilder, die aus einer Kirche stammen könnten, kaufen wir nur mit nachvollziehbarer Herkunft aus Privatbesitz. Hinterglasbilder fotografieren Sie bitte ohne Blitz, damit Farbabplatzungen auf der Rückseite erkennbar bleiben. In den Biedermeierhäusern am Magdalenengrund sind die Stiegen steil und schmal; Krippenkästen tragen wir in Decken gepolstert. Die Besichtigung ist kostenlos.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Hinterglasbilder mit dem Mariahilf-Motiv – Gnadenbild der Barnabitenkirche als Namensgeber des Bezirks
  • Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken – Wallfahrtstradition von Mariahilf
  • Krippen mit geschnitzten Figuren – Vorstadthäuser in Gumpendorf und am Magdalenengrund

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Kaufen Sie unvollständige Krippen?

Ja. Einzelne Figuren, Figurengruppen, leere Kastenkrippen und Zubehör wie Ställe, Hintergründe oder Tiere werden einzeln bewertet. Oft lassen sich Figuren mehrerer Jahrzehnte nach Herkunft trennen, was ihren Wert erst sichtbar macht.

Hat ein Hinterglasbild aus der Sommerfrische Wert?

Das hängt von der Technik ab. Gemalte Bilder aus Sandl, Buchers oder Augsburg sind gesucht, Hinterglasdrucke des 20. Jahrhunderts deutlich weniger. Ein Foto der Rückseite verrät den Unterschied.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.