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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu im 6. Bezirk, 1060 Wien

Drechslerdosen, Fächer und Vitrinenobjekte aus Mariahilf

Gumpendorfer Drechsler, das Theater an der Wien und der Salon Flöge haben Mariahilfer Vitrinen gefüllt: gedrechselte Dosen, Theaterfächer, Accessoires der Wiener Moderne.

Drechsler, Seidenweber und Färber hatten in Gumpendorf ihre Werkstätten; gedrechselte Dosen aus Holz, Horn und Bein, Nadelbehälter und Garnspulen in Mariahilfer Familien können aus solchen Werkstätten stammen. Großbürgerliche Wohnungen an der Wienzeile und der Mariahilfer Straße bewahren Fächer, Operngläser in Perlmuttfassung und Riechflakons aus Theaterabenden. In den Biedermeierhäusern am Magdalenengrund liegen Silhouetten und Lackdosen, in ehemaligen Ateliers Sammlungen von Künstlern mit eigener Ordnung.

Wer ins Theater an der Wien oder ins 1893 eröffnete Raimundtheater ging, nahm Fächer, Opernglas und Bonbonniere mit. Am Majolikahaus Otto Wagners zeigt sich der Jugendstil, aus dem auch Puderdosen und Etuis um 1900 stammen. Joseph Haydn wohnte von 1797 bis 1809 im Haus in der Haydngasse, heute Museum. Der Flohmarkt am Naschmarkt, samstags bei der Kettenbrückengasse, ist Fundort für Vitrinenobjekte aller Art.

Fächer aus Elfenbein oder Schildpatt unterliegen dem Artenschutz, bei Perlmutt und Horn ist der Handel frei; wir sehen uns die Gestelle genau an. Gedrechselte Dosen aus Bein unterscheiden wir von Elfenbein im Streiflicht. Enge Durchfahrten in Gumpendorf sind für uns kein Hindernis, wir tragen die Kisten. Kleine Stücke verpacken wir einzeln in Seidenpapier.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Gedrechselte Dosen aus Holz, Horn und Bein – Drechslerwerkstätten in Gumpendorf.
  • Fächer, Operngläser und Bonbonnieren – Theater an der Wien und Raimundtheater.
  • Puderdosen und Etuis des Jugendstils – Wohnungen an der Wienzeile.

Mit Bezug zu Mariahilf

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 6. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Fragen zu Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Wie fotografiere ich kleine Objekte richtig?

Vor neutralem Hintergrund bei Tageslicht, nah und scharf, mit Gesamtansicht, Deckelinnenseite, Boden und allen Punzen. Ein Lineal im Bild zeigt die Größe. Etuis und Kästchen bitte mitfotografieren.

Ist eine Golddose nur ihr Goldgewicht wert?

Selten. Der Materialwert ist die Untergrenze, die wir mit unserem Punzierungsschein zum Tageswert ermitteln. Bei Dosen mit guter Ziselierung, Email, Miniatur oder bekannter Meistermarke liegt der Objektwert meist deutlich darüber.

Kaufen Sie Miniaturen auf Elfenbein?

Nur wenn eine Ausnahme nach VO (EU) 2021/2280 greift und die Bescheinigung vorliegt. Miniaturen auf Pergament, Karton, Kupfer oder Email übernehmen wir ohne diese Einschränkung. Ob eine Miniatur auf Elfenbein gemalt ist, klären wir bei der Besichtigung.

Woran erkenne ich eine gedruckte Miniatur?

Unter einer Lupe zeigt ein Druck ein gleichmäßiges Punktraster, eine gemalte Miniatur dagegen Pinselstriche und Punktierung in unterschiedlicher Dichte. Gedruckte Stücke sitzen oft hinter gewölbtem Glas in Messingrahmen mit Fadenkranz.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.