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Alte Meister

Mythologische und allegorische Gemälde

Götter, Helden und Personifikationen der Tugenden aus Manierismus, Barock und Klassizismus.

Szenen aus Ovids Metamorphosen, Venus und Adonis, Diana im Bad oder das Urteil des Paris gehörten zum Bildprogramm adeliger Wohnräume. Am Hof Rudolfs II. entwickelten Bartholomäus Spranger und Hans von Aachen eine elegante, erotisch aufgeladene Mythologie des Manierismus. Im 17. Jahrhundert prägten Peter Paul Rubens und Jacob Jordaens das Fach mit kraftvollen Figuren, im 18. Jahrhundert Luca Giordano und Giovanni Battista Tiepolo mit hellen Farben. Angelika Kauffmann lieferte klassizistische Kompositionen, die als Vorlage für Porzellan und Möbel dienten.

Mythologische Bilder werden nach Malqualität, Figurenzeichnung und Format beurteilt; großformatige Werke ohne Zuschreibung sind schwer zu vermitteln. Zahlreiche Szenen wurden nach Kupferstichen berühmter Gemälde kopiert, ein Vergleich mit der grafischen Vorlage erleichtert daher die Einordnung. Später übermalte Akte, etwa mit nachträglich gemalten Tüchern, kommen vor und lassen sich restauratorisch freilegen. Bildnisse in mythologischer Verkleidung, etwa Damen als Diana oder Flora, verbinden zwei Gattungen und sind bei Sammlern beliebt. Stark nachgedunkelte Hintergründe sind typisch und lassen sich durch eine Firnisabnahme aufhellen.

Woran man es erkennt

  • Vergleich mit grafischen Vorlagen
  • Später übermalte Akte
  • Manieristische Figurenbildung
  • Format und Raumwirkung
  • Kompositionen nach Angelika Kauffmann

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