Supraporten und Dekorationsbilder
Bilder über Türen und in Wandvertäfelungen aus Wiener Palais und Landschlössern.
Supraporten sind meist querformatige Bilder, die über Türen in die Wandvertäfelung eingelassen wurden. In Wiener Palais und Landschlössern des 18. Jahrhunderts zeigen sie Blumen, Landschaften, Putten, Jahreszeiten oder Ruinen, meist als zusammengehörige Folge. Die Maler sind selten bekannt, Werkstätten lieferten die Bilder in größerer Zahl. Bei Umbauten und Hausverkäufen wurden viele Supraporten herausgelöst und kamen mit oder ohne Rahmen in Privatbesitz, manche mit geschwungenem, ovalem oder halbrundem Abschluss. Auch in Gründerzeitbauten an der Ringstraße wurden Supraporten im historischen Stil eingebaut.
Für die Bewertung zählen dekorative Wirkung, Vollständigkeit einer Folge und Erhaltung; die Malqualität ist oft schlichter als bei Kabinettbildern. Ausgeschnittene oder an neue Formate angepasste Leinwände sind häufig. Nagellöcher, Spuren von Wandbefestigungen und Reste von Vertäfelungsleisten verweisen auf die ursprüngliche Montage. Komplette Folgen der vier Jahreszeiten oder der Elemente sind gesucht. Supraporten des Historismus unterscheiden sich von barocken Stücken durch Leinwand, Malweise und Farbpalette. Ein Foto der Einbausituation hilft bei der Einschätzung.
Woran man es erkennt
- Quer- und Sonderformate
- Folgen von Jahreszeiten und Elementen
- Spuren der Wandmontage
- Angepasste Leinwände
- Dekorative Wirkung vor Zuschreibung
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