Andachts- und Altarbilder
Heiligenbilder, Madonnen und biblische Szenen für Kirchen, Hauskapellen und private Andacht.
Religiöse Gemälde machen einen großen Teil der überlieferten Altmeister aus: Madonnen, Heilige, Passionsszenen und Altarblätter aus aufgelassenen Kirchen und Hauskapellen. Im barocken Wien schuf Johann Michael Rottmayr die Kuppelfresken der Peterskirche und der Karlskirche, Martino Altomonte und Peter Strudel malten Altarbilder für Kirchen und Klöster. Martin Johann Schmidt, der Kremser Schmidt, belieferte von Stein an der Donau aus zahlreiche Pfarren und Stifte in Niederösterreich. Kleinere Andachtsbilder auf Kupfer oder Leinwand hingen in Bürgerwohnungen und Klosterzellen.
Da sakrale Bilder aus Kirchenbesitz stammen können, steht die Herkunft am Anfang jeder Prüfung. Danach zählen Malqualität, Größe und Thema: Kleinformatige Andachtsbilder und Ölskizzen finden mehr Käufer als großformatige Altarblätter. Vergilbter Firnis, Kerzenruß und Wasserflecken sind häufig. Eine Inventarnummer oder der Stempel eines Stiftes verlangt eine Klärung, wie das Bild in Privatbesitz gelangte. Madonnen auf Kupfer nach Raffael oder Guido Reni sind oft Kopien des 17. und 18. Jahrhunderts und werden als solche bewertet.
Woran man es erkennt
- Herkunftsnachweis bei Kirchengut
- Kleinformate gefragter als Altarblätter
- Kerzenruß und vergilbter Firnis
- Stempel oder Inventarnummern von Stiften
- Kupfertafeln für die Hausandacht
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