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Alte Meister im 19. Bezirk, 1190 Wien

Alte Meister in Döbling: Villen, Weinorte und Kahlenberg

Vom Kahlenberg, über den 1683 das Entsatzheer kam, bis zu den Villen der Hohen Warte: Döbling bringt Schlachtenbilder, Bildnisse und Bestände großer Häuser.

Villen und Einfamilienhäuser auf der Hohen Warte, am Cobenzl, in Sievering und im Döblinger Cottage sind vielfach seit Generationen in Familienbesitz; Verlassenschaften umfassen hier oft ganze Häuser mit Einrichtungen mehrerer Epochen. Im 19. Jahrhundert ließen sich Industrielle und Bankiers Villen bauen, Biedermeiervillen säumen die Döblinger Hauptstraße. In Grinzing und Nussdorf stehen Weinbauernhöfe, in Heiligenstadt große Gemeindebauten. Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts begegnen vor allem in den Villen: Bildnisse, Landschaften, Stillleben und Andachtsbilder neben Gemälden der Secession.

Über Kahlenberg und Leopoldsberg stieg 1683 das Entsatzheer zur Schlacht gegen die osmanische Belagerung herab – ein Thema zahlreicher Schlachtenbilder und Stiche, die in Wiener Familien bis heute weitergegeben werden. Barock sind die Pfarrkirchen von Heiligenstadt, Nussdorf und Grinzing sowie die Weinbauernhäuser am Pfarrplatz. Die Villa Wertheimstein, im 19. Jahrhundert Treffpunkt von Künstlern und Gelehrten im Salon Josephine von Wertheimsteins, beherbergt heute das Bezirksmuseum.

Weinkeller sind für Gemälde ein schlechter Lagerort: Feuchte lockert Grundierung und Malschicht, Rahmen werden vom Holzwurm befallen. Holen Sie Bilder vor dem Termin in trockene Räume, aber nicht an den Heizkörper. Die Besichtigung ist kostenlos; für Werke, die zwischen 1938 und 1945 den Besitzer wechselten, klären wir die Herkunft vor dem Ankauf. Bei Hanglagen am Cobenzl und in Sievering planen wir den Abtransport mit Ihnen.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Schlachtenbilder zur Türkenbelagerung 1683 – Erinnerungsort Kahlenberg und Leopoldsberg
  • Bildnisse und Stillleben des 18. Jahrhunderts – Villen auf der Hohen Warte und an der Döblinger Hauptstraße
  • Andachtsbilder – Weinbauernhöfe in Grinzing und Nussdorf

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Ist ein unsigniertes Bild weniger wert?

Viele Alte Meister signierten selten, Werkstattbilder blieben grundsätzlich ohne Namen. Entscheidend sind Malqualität, Erhaltung und eine Zuschreibung über Vergleichswerke. Eine später aufgemalte, falsche Signatur schadet einem Bild eher.

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.