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Alte Meister im 18. Bezirk, 1180 Wien

Alte Meister aus dem Währinger Cottage und Pötzleinsdorf

Bankiersfamilien der Sommerfrische, Villen des Cottage-Vereins, Gelehrtenhaushalte: In Währing kommen Bildnisse um 1800, niederländische Kabinettbilder und Sammlerbestände.

Pötzleinsdorf und Gersthof waren im 18. und 19. Jahrhundert Sommerfrischen wohlhabender Wiener Familien; ab 1872 legte der Cottage-Verein nach englischem Vorbild ein Villenviertel mit Gärten an. Villen im Cottage besitzen oft Souterrain, Dachboden und Gartenhaus, in denen sich Bestände über Jahrzehnte angesammelt haben. Große Altbauwohnungen um Gentzgasse und Kutschkermarkt ergänzen das Bild. Verlassenschaften enthalten Gemälde und Grafik, Biedermeier- und Historismusmöbel sowie Nachlässe von Wissenschaftlern – darin Bildnisse, Landschaften und Kabinettbilder, die mehrere Sammlergenerationen zusammengetragen haben.

Keiner der großen Altmeister lebte in Währing; anschlussfähig ist die Sommerfrische um 1800. Der Bankier Johann Heinrich von Geymüller verbrachte die Sommer in Pötzleinsdorf, das Geymüllerschlössel von 1808 verbindet klassizistische und neogotische Elemente. In diese Zeit gehören die Bildnisse der Wiener Akademie um 1800, etwa aus dem Umkreis Heinrich Friedrich Fügers, des damaligen Akademiedirektors. Nach 1938 wurden viele jüdische Familien aus dem Cottage vertrieben; Rückstellungsverfahren nach 1945 betrafen zahlreiche Villen und ihre Einrichtungen.

Für Gemälde, die zwischen 1938 und 1945 ihren Besitzer wechselten, sind Rückstellungsakten, Inventare und Fotografien früherer Hängungen wertvolle Belege; legen Sie diese bei der kostenlosen Besichtigung bereit. In den Villenstraßen des Cottage planen wir Halteplatz und Trageweg vorab, da Vorgärten und Eingangsstiegen oft lang sind. Erst nach Prüfung von Bildträger, Malschicht und Provenienz nennen wir einen Preis.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Bildnisse der Wiener Akademie um 1800 – Sommerfrische der Bankiersfamilien in Pötzleinsdorf und Gersthof
  • Niederländische Kabinettbilder – Sammlerhaushalte im Cottage; Herkunftsnachweise werden geprüft
  • Österreichische Landschaften des 18. Jahrhunderts – Villen mit Beständen aus mehreren Generationen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

80

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

16

Fragen zu Alte Meister

Wie wird ein großformatiges Altarbild besichtigt und abgeholt?

Die Besichtigung erfolgt am Standort, auch auf Dachböden oder in Stiegenhäusern. Für den Transport wird das Bild in Decken und Karton verpackt und bei Bedarf aus dem Rahmen genommen. Bei sakralen Bildern wird vorab die Herkunft geklärt.

Was ist eine alte Expertise wert?

Eine Expertise ist so belastbar wie ihr Verfasser und der Forschungsstand zu ihrem Datum. Gutachten aus den 1920er- bis 1960er-Jahren werden heute oft anders beurteilt. Sie fließen in die Bewertung ein, ersetzen aber nicht die Prüfung des Bildes.

Kann ich nur den Rahmen verkaufen?

Ja. Rahmen aus Barock und Régence werden auch ohne Bild gesammelt, weil Händler und Museen passende Fassungen für ihre Bestände suchen. Fotos von Ecke, Profil und Rückseite genügen für eine erste Einschätzung.

Mein Bild ist mit „Brueghel“ beschriftet – ist es ein Original?

Ein Name auf Rahmen oder Rückseite gibt zunächst die Meinung früherer Besitzer wieder. Von Pieter Brueghel d. J. und Jan Brueghel d. Ä. existieren zahlreiche Werkstattfassungen und Nachfolgearbeiten, die eigenen Marktwert haben. Die Einstufung klärt erst der Vergleich von Malweise, Bildträger und Komposition.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.