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Alte Meister

Kabinettbilder auf Kupfer

Kleine, fein gemalte Bilder auf Kupferplatten, beliebt in den Kunstkammern des 17. Jahrhunderts.

Die glatte Kupferplatte erlaubte feinste Details und leuchtende Farben, weshalb flämische und deutsche Maler um 1600 kleinformatige Kabinettbilder bevorzugt auf Kupfer malten. Jan Brueghel d. Ä. schuf darauf Blumenstücke und Landschaften von miniaturhafter Präzision, Frans Francken d. J. figurenreiche Szenen aus Bibel und Mythologie, David Teniers d. J. kleine Genreszenen. In Antwerpen fertigten spezialisierte Kupferschmiede die Platten und versahen sie rückseitig mit Marken. Die Bilder hingen in Kunstkammern neben Muscheln, Uhren und Steinschneidearbeiten.

Kupfer verzieht sich nicht, die Bilder sind daher oft gut erhalten; Gefahr droht durch Verbiegen und Farbabplatzungen an den Rändern. Rückseitige Plattenmarken und Gravuren helfen bei Datierung und Herkunft. Häufiger als Kopien auf Kupfer sind Nachahmungen auf Blech oder Holz. Wegen ihres kleinen Formats lassen sich Kupferbilder gut in heutigen Wohnungen hängen und sind entsprechend gefragt. Die Rückseite sollte nicht gereinigt werden, weil Marken und alte Beschriftungen unter der Patina liegen.

Woran man es erkennt

  • Antwerpener Plattenmarken
  • Miniaturhafte Feinmalerei
  • Abplatzungen an den Rändern
  • Verbogene Platten
  • Nachahmungen auf Blech

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.