Bildnisse der Wiener Akademie um 1800
Porträts von Füger, Lampi und Grassi zwischen spätem Rokoko und Klassizismus.
Um 1800 prägten Lehrer und Absolventen der Wiener Akademie das Porträt der Monarchie. Heinrich Friedrich Füger, ab 1795 Direktor der Akademie, malte Bildnisse und Miniaturen von klassizistischer Klarheit. Johann Baptist Lampi d. Ä. porträtierte den Adel in Wien, Warschau und Sankt Petersburg mit weichem Licht und kostbaren Stoffen, Josef Grassi, der 1799 nach Dresden ging, galt als gefragter Damenmaler. Angelika Kauffmann lieferte das Vorbild für das empfindsame Freundschaftsbildnis. Diese Bilder stehen am Übergang zum Biedermeier.
Eine gesicherte Zuschreibung und ein benanntes Modell aus bekannter Familie bestimmen den Wert. Fügers Miniaturen auf Elfenbein unterliegen den Handelsbeschränkungen für Elfenbein und brauchen Altersnachweise. Atelierwiederholungen und Kopien nach bekannten Bildnissen sind häufig. Originalrahmen mit Perlstab und Palmetten stützen die Datierung, ebenso Kleidung und Frisur der Dargestellten. Mitglieder der kaiserlichen Familie, Offiziere der Napoleonischen Kriege und Wiener Gelehrte gehören zu den häufig Dargestellten. Fehlende Signaturen sind bei Lampi und Grassi nicht ungewöhnlich.
Woran man es erkennt
- Benannte Dargestellte
- Klassizistische Originalrahmen
- Atelierwiederholungen
- Miniaturen auf Elfenbein nur mit Nachweis
- Mode und Frisur als Datierungshilfe
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