Schlachten- und Reiterbilder
Gefechte, Feldlager und Reiterszenen des 17. und 18. Jahrhunderts, oft mit Bezug auf die Türkenkriege.
Schlachtenbilder entstanden als Erinnerung an Feldzüge und als Ausstattung von Adelssitzen. Philips Wouwerman malte Reitergefechte, Feldlager und Jagden in kleinem Format, Nachfolger wiederholten seine Schimmel bis ins 18. Jahrhundert. Nach dem Entsatz Wiens 1683 und den Siegen Prinz Eugens fanden Darstellungen von Gefechten mit osmanischen Truppen in Österreich großen Absatz. Viele Bilder schildern kein bestimmtes Ereignis, sondern typische Szenen mit Pulverdampf, Standarten, Trommlern und gestürzten Pferden. Die Formate reichen von kleinen Kabinettstücken bis zu Saalbildern für Schlösser.
Ein benennbares Gefecht, erkennbare Uniformen und Fahnen erhöhen das Interesse von Sammlern militärhistorischer Themen. Bei anonymen Gefechtsbildern zählen Bewegung der Figuren, Malqualität und Zustand. Häufig finden sich Pendants mit Gegenszenen. Die dunklen Rauchpartien sind oft verputzt, sodass die rötliche Grundierung durchscheint. Großformatige Gefechte aus Schlössern und Kasernen sind heute schwerer zu vermitteln als Kabinettbilder. Rückseitige Inschriften mit Ort und Datum einer Schlacht wurden oft später angebracht und werden mit Uniformen und Fahnen abgeglichen.
Woran man es erkennt
- Erkennbare Uniformen und Fahnen
- Bezug auf die Türkenkriege
- Pendants mit Gegenszenen
- Verputzte Rauchpartien
- Kleinformate nach Wouwerman
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